Zombies a la carte, reloaded
29. November 2006

Da saß ich wieder, im Podium. Jenes Lokal in dem ich mich am liebsten ignorieren lasse.
Das obige Bild entstand nachdem andere Taktiken zum Erreichen einer Kellnerin, wie auffälliges winken, hallo rufen und beides in Kombination, ausgeschöpft waren und ich mich nunmehr genötigt sah mit meiner Digitalkamera direkt in die Augen der dauerkomatösen Belegschaft zu blitzen. Ich wollte doch nur bezahlen dürfen.
Aber nicht mal das funktionierte. Der Abgrund war tiefer als ich dachte.
Schließlich gab ich einem Herrn an der Bar gegenüber unmoderne Handzeichen und wir konversierten prächtig für einige Minuten, bis er meinen Schachtelsatz schließlich verstand und die einzig in der Nähe befindlichen Dame in meine Richtung dirigierte. Danke Fremder!
Das Zigeunerschnitzel war leider gut. Deswegen werde ich an diesen Quell deutscher Kundendemütigung zurückkehren. Dann vielleicht mit einem Flak-Scheinwerfer und einem Megaphon. Eine mobile Lokhupe wäre sicher auch effektiv.
Nur würde ich dann wahrscheinlich als öffentliches Ärgernis eingestuft und hätte ab sofort Hausverbot. Nicht auszudenken.





Du hattest noch Glück unten zu sitzen. Setz dich mal in die obere Etage und zähle, wie oft dort jemand in mehreren Stunden vorbeikommt - Wochenende abends mal ausgenommen.
Wenn Du jetzt hungrig geblieben wärst , aber “Ich wollte doch nur bezahlen dürfen.” Das ist doch nicht wirklich ein Grund zum klagen.
Laß doch einfach anschreiben. Irgendwann kommt sicher jemand von ganz allein auf Dich zu.