Testbericht Microtrack 2496
20. November 2006

Nach nunmehr fast 2-monatigem Test des neuen Radio-G Aufnahmegerätes fühle ich mich sicher genug einen persönlichen Eindruck abzugeben.
Gekauft habe ich das Microtrack bei Thomann für €415. Es ist schon wieder billiger (grmpf). Im Lieferumfang waren das Gerät mit eingebautem Lithium-Ionen Akku, eine 128 MB Compact Flash Karte, ein USB Kabel, Ohrhörer und ein aufsteckbares Stereomikrofon.
Das erste Inbetriebnehmen ist schnell gemacht: CompactFlash rein, Powerknopf drücken, fertig. Das Hochfahren der Firmware dauert etwa 20 Sekunden. Das heißt man sollte sich bei Spontanaufnahmen etwas sputen.
In meinem Perfektionswahn musste ich unbedingt noch eine größere CompactFlash Karte kaufen. Am besten 1 GB, dachte ich. Diese Größe gab es schon mal gar nicht. Maximal 512, sagte der Verkäufer. Die kaufte ich dann und merkte aber bald, dass die Karte vom Gerät nicht akzeptiert wurde. Zurück zum Elektronikmarkt, andere Karte ausprobieren. Ging auch nicht. Dann habe ich eine 256 probiert, die auch nicht funktionierte. Der Verkäufer meinte er habe dann nur noch die Billigmarke, auch 256. Die ging. It’s a world gone mad.
Aus heutiger Sicht war das alles ein rechter Unfug, da die mitgelieferten 128 MB für meine Zwecke vollkommen ausreichen. Schließlich nehme ich direkt in mp3 auf und selbst bei höchster Stereoqualität wäre das ein Megamitschnitt. Mein Podcasts hingegen sind selten länger als 60 Minuten. Aber man lernt halt durch Schmerz.
Das aufsteckbare Mikrofon ist ein Juwel. Hätte ich nie vermutet. Es sieht sehr einfach aus, fragil fast, aber die Aufnahmequalität ist atemberaubend. Die eigentlichen Mikrofonkapseln sind mit jeweils einem Plop-Schutz versehen, die normalen Schaumüberzieher. Diese sind sehr effektiv, sodass man auch unter windigen Verhältnissen, z.B. beim Gehen oder Fahrradfahren problemlos aufnehmen kann. Ein sehr schöner Bonus für ein portables Gerät.
Ich finde das Mikrofon so gut, dass ich noch nicht einmal probiert habe ein anderes anzuschließen. Möglich ist das aber natürlich, entweder über eine kleine Stereoklinke oder zwei große Monoklinken. Die Phantomspeisung für Kondensatormikrofone lässt sich am Gerät durch einen Schiebeschalter zuschalten.
Die Akkuleistung: Anfangs war ich nicht begeistert. Die Balkenanzeige fiel im Zeitraffertempo und ich begann meinem Geld nachzutrauern. Die Crux allerdings lag in der Ladezeit. Es scheint, als ob das Gerät volle Ladung meldet, obwohl es noch gar nicht voll geladen ist. Ich habe den Akku vollends entleert und dann 6 oder 7 Stunden lang geladen. Seitdem bekomme ich mindestens 2 Stunden Laufzeit und das ist akzeptabel, obwohl lt. Thomann Webseite 4-5 Stunden, bei aktivierter Phantomspeisung ca. 3 Stunden avisiert sind.
Eine Aufnahme wird durch einen einfachen Tastendruck gestartet. Es gibt eine kurze Vorlaufzeit, etwa 1-2 Sekunden bis die Speicherung beginnt. Ich benutze immer Monitorkopfhörer. Die braucht man auch, finde ich, denn gerade bei lauten Umgebungsgeräuschen ist es wichtig möglichst nahe an der Geräuschquelle zu sein, die man aufnehmen möchte. Bei Interviews benutze ich das gesamte Gerät wie ein Mikrofon. Das heißt, wenn ich spreche, halte ich es vor mein Gesicht und wenn mein Interviewpartner spricht, vor seines. Den Recording Level kann man über Drucktasten einstellen.
Das Herunterladen der Aufnahme vom Gerät ist simpel. Entweder man benutzt das mitgelieferte USB Kabel oder die CompactFlash Karte direkt.
Man kann Aufnahmen direkt auf dem Gerät anhören und mit einer Wipptaste an der Seite des Gerätes sehr schön innerhalb der Aufnahmen navigieren. Aufnahmen können auch direkt auf dem Gerät gelöscht werden.
Ja, was bleibt noch zu sagen?
Das Gerät ist toll und ich bereue nicht es gekauft zu haben. Für Liebhaber von O-Tönen und Interviews ist es ein hervorragendes Arbeitsmittel.
Wer sich einen Eindruck der Aufnahmequalität verschaffen will, dem empfehle ich meine Radio-G Podcasts ab Folge 50. Das Gerät kam in verschiedenen Situationen zum Einsatz und konnte zeigen was es zu leisten im Stande ist.
Im Bezug auf O-Ton ist die Folge 52 sicher sehr gut geeignet. Dabei bin ich als Passagier einer Fahrradrikscha unterwegs mit einem kurzen Zwischenstopp in einem Bierladen.
Fazit: Ich würde das Microtrack wieder kaufen.
Mehr Informationen und ein Video gibt es hier.





Ich kann bestätigen, dass das Gerät einfach Klasse ist. Bedurfte es vorher bei den Podcasts eines großen Kabelgewirrs, bis die Headsets ausgepackt und angeschlossen waren, geht das jetzt recht schnell mit der Aufnahme. Und ich muss keinen Kopfhörer aufsetzen, um mitzureden.
Du und deine Kopfhörerphobie…
Hey gibt es da nicht auch schon ein etwas billigere Varainte auf dem Markt für so 65.-€?
nicht das ich wüsste. wie soll das teil denn heißen?
[…] permalink Schau mal hier, da beschreibt jemand voll Euphorie den Microtrack 2496. […]