Sterben um zu leben

23. Juli 2008

Sitze in einem Cafe in Leipzig bei Apfelschorle und Erdbeer-Caipi und lese einen Artikel in der FT, in dem es um einen neuen Kult in Korea geht.

Firmen schicken ihre Mitarbeiter zu einem Sterbeseminar. Dort werden die Teilnehmer dazu angehalten ihr Leben zu reflektieren und einen Abschiedsbrief sowie ihren letzten Willen aufzusetzen.

Danach ziehen sie ein traditionelles Totengewand and und legen sich in einen Sarg. Der wird zugenagelt, hinab gelassen und dann werfen andere Leute Dreck drauf.

Verständlicherweise haben manche der Teilnehmer Angst bei dieser Erfahrung, aber viele beschreiben sie auch als Reinigung und Fokussierung auf das Leben, die wichtigen Dinge und das Schätzenswerte.

Eric schickt gerade eine SMS aus der Überraschungspremiere im Kino. Dort kommt, wie so oft, Mist. Irgendwas mit Königin von Narnia. Glück gehabt.

Ich wende mich jetzt einem Buch über Helmut Schmidt zu, das ich gerade gekauft habe. Irgendwie kann ich nicht genug kriegen von dem Mann. Vielleicht weil er mir als einer der wenigen Politiker erscheint, die eine Meinung haben und bei dieser bleiben. Könnte es ruhig wieder öfter geben.

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