Sed pulls me se shuus out
19. April 2007
Es war ganz schön in der Kneipe. Von der Cuba Libre hab ich zwar nichts gemerkt – vielleicht war es ja eine alkoholfreie – aber sonst war alles gut.
Irgendwann fing eine Live-Band an zu spielen. Gute Musik eigentlich, bluesy, groovy, schöne Stimme. Der Sänger sagte vor dem Song es gehe um eine Frau auf einem Bahnsteig und einen russischen Soldat im langen Mantel der eine bröselige Machorka raucht.
Aber trotzdem Deutschland. Muss schon ne Weile her sein.
Der Liedtext war dann allerdings auf Englisch, was vielleicht zur Internationalität des Stückes beitragen sollte. Ich persönlich hätte ja Deutsch als Sprache der Wahl vorgeschlagen, denn englische Wörter aneinander zu reihen ist eine Sache, Lyrik eine komplett andere.
Gut, viele merken es nicht, weil der Song die Grenzen Deutschlands letztlich nie überschreiten wird, aber ich finde es grausam, dass an sich schöne Musik von Würgereiz und unkontrollierbaren Spasmen hervorrufender, vogonischer Dichtkunst sodomiert wird.
Daher mein Appell an alle Musikschaffenden: Tut euch selbst einen Gefallen. Wenn ihr englische Texte schreibt, dann lasst sie vorher Korrekturlesen. Und legt sie am besten einem Muttersprachler vor, oder jemandem der die Sprache verinnerlicht hat.
Das allein kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bedeuten. Ich wünsche euch ersteres.
Für eine Standardgebühr von 20 Euro pro Song, bin ich zu dieser Dienstleistung übrigens bereit.






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