Schlaf schön

23. September 2006

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Das große Podcaststerben (wenn es das denn gibt) wurde gerade um den Faktor 10 beschleunigt.

Mensch, mit diesem Satz könnte ich glatt als Bildzeitungsredakteur durchgehen, obwohl er fast etwas zu lang ist.

So, jetzt versuche ich mal FAZ:

Mit “Schlaflos in München” geht einer der ersten und zweifellos größten deutschen Podcasts in die “Kreativpause”.

Nach 400 Folgen des fast täglichen Sendungsformats, wirft Annik Rubens das Handtuch, ohne es jedoch ganz loszulassen. Denn schon bald könnte sie es wieder aufheben. Vielleicht.

Ein paar Wochen soll sie dauern, die Pause, und dann soll es weitergehen. Diesmal möglicherweise mit einem wöchentlichen Format. Oder auch täglich. Oder irgendwie halt. Bloß anders muss es sein.

Soviel zum ketzerischen Teil dieser Boulevard-Meldung. Tatsache ist, dass Annik Rubens den meistgehörten Privatpodcast dieses Landes produziert hat und das 400 mal. Da ich selbst erst 50 Sendungen alt bin, kann ich mir eine gewisse Bewunderung nicht verkneifen.

Das irgendwann der kreative Riemen runter ist, empfinde ich als normal. Schließlich saugt man sich die Inhalte seiner Sendungen meist aus den Fingern. Außerdem setzt man sich der Kritik seiner Zuhörer aus und das ist manchmal nicht ganz einfach für das teils in die Höhe gelobte, teils geschundene Ego.

Insofern lautet mein persönliches Urteil: Die Zeit ist reif für eine Pause, liebe Annik, und wenn es danach besser wird ist doch alles prima. Nur keinen Stress aufkommen lassen, denn der hat die Eigenheit Kreativität abzuwürgen. Mach es langsam, mach es anders und…

…mach es gut!

Kommentare

4 Kommentare für “Schlaf schön”

  1. ReneS am 23. September 2006 um 15:02 Uhr

    P.S. Wann steigt der Cafe-Podcast Jena?

  2. Michael am 23. September 2006 um 18:23 Uhr

    na ja, ich würd ihn gern mit dem neuen aufnahmegerät machen, dass ich mir ende des monats kaufe. also schlage ich anfang oktober vor.

    übrigens, mein fujitsu siemens monitor hat gestern den geist aufgegeben. bin jetzt laptoppig unterwegs.

  3. micha am 24. September 2006 um 00:04 Uhr

    Ich weiss nicht, warum man sich bei einem privaten Projekt solchen Druck machen muss, immer und immer wieder zu produzieren. Ich mache Music-Podcasts, wenn ich Lust habe. Und dazu brauche ich auch nicht in Kreativpause zu gehen. ;)

  4. Michael am 24. September 2006 um 01:16 Uhr

    Im Prinzip ist es so, dass man für die Hörer anfängt und ein bisschen für sich selbst.

    Dann findet man Gefallen daran und tut es fürs Ego und ein bisschen für die Hörer, die man aber braucht. Fürs Ego, nicht wahr.

    Und wenn man richtig gut wird, kommen plötzlich von irgendwoher Menschen die einen kritisieren und alles schlechtreden, obwohl nur ein Teil wirklich schlecht ist.

    Das schaukelt sich auf. Die Hörer die immer begeistert waren, sagen das nicht mehr so oft. Die Meckerer meckern aber weiter, weil das ihr Lebensinhalt ist und man meint, sie seien in der Überzahl, was gar nicht stimmt. Das Ego fühlt es allerdings so und deswegen hört man schließlich auf.

    Also wenn ich dann irgendwann bei 400 angekommen bin, brauch ich eine Injektion von euch. 200 ccm Hörerliebe

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