Podcast Nummer 58
11. November 2006

Heute spreche ich mit Daniela (Mitte) aus Österreich. Sie arbeitet in den Fußgängerzonen dieses Landes und verdient ihren Lebensunterhalt mit dem Ansprechen fremder Menschen. Sie spricht sie aber nicht nur an, sondern spricht auch mit ihnen und lernt so mehr über Menschen, als es die meisten von uns können.
Music:
P.W. Fenton and the Second Ward - The Road





Sehr schön. Jemanden kennengelernt und ja, die Aussprache ist süss. Prima PC!
P.S. Du solltest mal Deine Werbung rechts updaten.
Werbung: Ja, da kommt ne andere bald. Weiß bloß noch nich welche
hi
how are you?
willkommen
nice pic
gute
mm
Hi Sam,
I’m fine
Du auch
You think so?
ja
xyz
Ja, ihre Aussprache war wirklich süss.
Im podcast hatte sie erzählt, daß sich die Leute in Jena nicht so leicht/einfach ansprechen lassen.
Das liegt mit Sicherheit daran, daß man einfach bis zur Kotzgrenze daran gewöhnt ist, angesprochen zu werden. Wie sie ja auch schon selbst sagte: Manchmal stehen mehrere solcher Stände hintereinander in der Fußgängerzone und man wird von fast JEDEM angesprochen. Und ehrlich gesagt sehen manche davon wirklich wie üble Drückerbandentypen aus, einfach nur schmuddelig. Sowas erlebt man natürlich meistens an solchen Ständen, wo man von außen nicht gleich erkennt was dahintersteckt.
Die Krönung war aber im Sommer vor zwei Jahren. Eine Bande von zwei Frauen, zwei Männern und einigen Kindern im Alter von vielleicht 13 oder 14 Jahren ging ganz direkt auf die Leute zu und hielt ihnen provokant auffordernd eine Zeitung vor den Bauch. So nah, dass man sich schon fast genötigt sah, zuzugreifen, weil man dachte es wäre eine kostenlose Zeitung oder Werbung. Aber da gings dann erst richtig los. Hatte man nichtsahnend zugegriffen, wollten die dann plötzlich zwei oder drei Euro dafür sehen und forderten das dann auch lautstark ein. Also die waren schon wirklich sehr aggressiv.
Und ich denke, daß es sich bei den meisten dieser Drückerkolonnen um unseriöse Dinge handelt. Den BUND und den ADAC vielleicht mal ausgenommen. Aber das meiste ist sicher nur Abzocke, weil man dem “Kunden” die Vergleichsmöglichkeit nehmen will, er soll ja immer gleich unterschreiben.
Und da habe ich es mir einfach abgewöhnt auch nur “Nein Danke” zusagen oder bei angebotenen Zettelchen zuzugreifen.
Wenn ich mich für irgendetwas interessiere, ein Produnkt oder ein Projekt dann gehe ich los und suche danach. Ich will einfach nicht, daß sich mir jemand auf der Straße in den Weg stellt und mir irgendwas aufdrängeln will.
Hallo “strudel”.
das ist ja unbedingt richtig, was du über das Ansprechen auf der Straße sagst.
Mich stört es allerdings nicht so sehr. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich selbst so ein Typ bin, der die Leute anspricht.
Ich gehe allerdings in die Buchhandlungen in Gera, Chemnitz, Leipzig oder Halle und verteile dort Flyer, mit denen ich für meine Bücher werbe.
Ich sage zum Beispiel: “Guten Tag; darf ich Sie ganz kurz stören … Oft kommen dabei sehr interessante und freundliche Gespräche mit Kunden zustande.
Manchmal allerdings ernte ich auch böse Blicke und weiß dann, dass dieser Mensch von der ewigen Ansprecherei gestresst ist.
Dann fühle ich mich wie einer aus der Drückerkolonne und freue mich, wenn der nächste Kunde mich anlächelt und eine Minute gern zuhört.
Aber - wie es auch sei - ich möchte auf meine Romane aufmerksam machen, weil ich überzeugt bin, dass sie lesenswert sind.
Nun gut - ein bisschen Eigenlob! Warum auch nicht …
Übrigens mehr davon und einiges über meine Bücher findest du unter http://www.justneumann.de