Nothing to declare
28. September 2007

screenshot: jinx
Ich soll zum Zollamt kommen.
Der Grund dafür kann eigentlich nur mein neuer Digg Hoodie sein, den ich mir vor ein paar Wochen in Amerika bestellt habe. Angeblich handelt es sich aber um Drittlandsware (Made in China?) und da wird wohl Zoll fällig. Bin ja mal gespannt wieviel die dafür haben wollen.





Das ist ja frech…
Ich finde interessant in welchem Maße die Globalisierung fortschreitet und wie langsam sich im Gegenzug die Deregulierung von Dingen wie Einfuhrzöllen gestaltet. Diese Bastion wird wahrscheinlich erst am Schluss fallen.
Übrigens, hast du schon mal Zollbeamte in Aktion gesehen? Die Jungs leben in einem eigenen Universum aus Kaffee, Kuchen und sozialistischen Arbeistzeiten, in Zeitlupe.
Was heißt denn das DIGG?
D irty
I rish
double G angsta?
Was ich immer horrend finde bei Bestellungen aus den USA sind die Lieferkosten. Da kostet die Lieferung mehr als die Ware. Zwischen 30 und 50$ verlangen die meisten für das Shipping nach good ol´Europe.
Ich habe öfter bei http://www.play.com/ bestellt. Die sitzen auf einer Insel im Kanal zwischen England und Frankreich. Manchmal schlägt der Zoll bei Lieferungen zu und manchmal nicht. Je nachdem, wie die Lust haben. Insbesondere DVDs bekommt man dort manchmal ziemlich günstig.
Digg kommt eigentlich von dig. Im amerikanischen Slang bedeutet digg etwas zu mögen oder gut zu finden. Ein Verb für cool sozusagen…
Achso und daß das fett gedruckt ist, hat nix zu sagen?
Big Digg?
[…] Fünf Formulare, 10 Euro Gebühren und eine Stunde Lebenszeit. Dies ist die Bilanz meiner neuesten Anschaffung aus USA, dem Digg Hoodie von Jinx. […]
M.W. bedeutet “Drittland” aus Sicht der Finanzbehörden (Steuern, Zoll, etc.) ein nicht zur EU gehörendes Land - worunter die USA ja fallen.
Meist laufen derartige Sendungen aus den USA oder Asien (ob Versandhandel oder ebay) meist unauffällig und problemlos durch die erste Kontrollstelle des Zoll, die sie auf deutschem Boden passieren müssen (z.B am Flughafen Frankfurt)
Der Absender füllt zwar meist die anhängende Zollinfo (der grüne Bereich auf dem Adressaufkleber) korrekt aus, jedoch gibt es einige Formulierungen, bei denen der Zoll aufmerksam wird und den Inhalt gerne zwecks eventueller Einfuhr-/Straf-Zölle überprüfen möchte.
Dies ist meist bei Textilien und Elektronikartikeln der Fall.
Dann wird die Sendung ans Zollamt des Empfängerwohnsitz weitergeleitet. Dort muss der Empfänger diese öffnen, den Inhalt vorzeigen und den Wert (Kaufpreis zzgl. Versandkosten) angeben. Hier ist es besonder dann wichtig, den Kaufpreis belegen zu können (z.B. durch Rechnung oder Ausdruck der ebay-Auktion), wenn der Kaufpreis geringer als in Deutschland war, damit man am Ende inklusive Zölle und Einfuhrumsatzsteuer nicht mehr bezahlt als man dies in Deutschland hätte tun müssen - und das Schnäppchen dann Keines mehr ist.
Am Besten sollte man vor dem Kauf entscheiden, ob Einem der Artikel den Kaufpreis + hohe Versandkosten+ Zoll wert ist
Infos über Freigrenzen und Zollsätze erhält man beim Zollamt.
Absolut Null Probleme mit dem Zoll hatte ich bisher bei DVDs aus den USA - die sind problemlos bis zu meinem Briefkasten durchgestellt worden.
Durfte allerdings auch bereits beim Zollamt erscheinen (Kleidung aus USA; Elektronik aus Asien).
Das Ganze ist leider immer Zeitaufwand,; und man muss zum Zollamt meist eine “gute Strecke” fahren
Wir haben das Zollamt in Gera, wiesestraße. Zumindest war ich dort mal, um meine DVD BBC-Special Edition der Jane Austen Verfilmung von “Pride & Prejudice” mit Colin Firth abzuholen