Not amused!
20. September 2006

photo: olli farrell
Heute bin ich sauer. Und all das nur wegen einem Schnitzel.
Na ja, und wegen dem deutschen Dientsleistungssystem.
Music:
Don’t harrass Betty
Disgruntled employee
20. September 2006

photo: olli farrell
Heute bin ich sauer. Und all das nur wegen einem Schnitzel.
Na ja, und wegen dem deutschen Dientsleistungssystem.
Music:
Don’t harrass Betty
Disgruntled employee
5 Kommentare für “Not amused!”
Möchtest du etwas loswerden?
Ja, die Erfahrung mit der Gastronomie hab ich ja auch schon gemacht. Und ich war auch seit dem nicht mehr dort.
Schliesse mich an. Ich führe einen Teil der Probleme darauf zurück, dass das Prinzip Wettbewerb nicht erkannt ist und man in Deutschland Angestellte nicht ohne grossen Aufwand entlassen kann ohne das es zu langen Rechtsstreitigkeiten führt.
Irgendwie muss es doch dann Leute geben die immer wieder hingehen, bzw gar nicht erst so behandelt werden ? Der Wettbewerb existiert doch ? Oder hab ich als “Noch-Nicht-Angestellter” da ein falsches Bild von der Arbeitswelt ?
@Jojo
Absolut! Ich war ja auch einer von denen. Bis gestern.
Es gibt halt jene, die noch nicht schlecht behandelt wurden, jene die zwar schon schlecht behandelt wurden, aber trotzdem noch hingehen und jene die nicht mehr hingehen.
Ich werde sicher auch irgendwann wieder hingehen. Wenn es dann wieder Mist ist, war es das. Für immer.
Übrigens, auf die Welt der Angestellten werde ich zu einem späteren Zeitpunkt zu sprechen kommen. Denn über diese Seite der Medaille habe ich im Podcast noch nicht gesprochen.
Und fairerweise muss ich das tun und tue es auch gern, weil ich diese Welt kennengelernt habe und um ihre Tücken weiß.
Es gibt halt viele Perspektiven.
In den USA habe ich hinter dem Thresen (eigentlich unsichtbar für die Kunden) ein Poster hängen sehen, auf dem stand in riesigen Lettern: “Customer Satisfaction is our #1 Goal”
Ich habe mich auch schon oft mit dem Thema: das deutsche Dienstleistungsgewerbe auseinandergesetzt. Meiner Meinung nach liegt es an 2 Dingen:
1. Die Mitarbeiter im D-Gewerbe bekommen zuviel erfolgsunabhängiges Gehalt
2. Die deutsche Mentalität nur für das zu bezahlen, was notwendig ist (GEiz ist geil)
Eine Änderung von beiden Punkten würde zu einer Verbesserung der Kultur führen:
Wenn der deutsche Michel bereit wäre, für eine gute Leistung und freundliche Bedienung mehr zu bezahlen (Trinkgeld), dann könnte man den Mitarbeitern weniger bezahlen (geringere Kosten für Unternehmen) und die Mitarbeiter würden jeden Kunden besser behandeln, weil sie auf das Trinkgeld angewiesen sind. Je besser der Kunde bedient wird, desto selbstverständlicher müßte er mehr dafür bezahlen (freiwillig).
Aber 1. funktioniert in Deutschland wegen den Gewerkschaften nicht und 2. wegen der Dummheit der breiten Masse.
So hart wie es klingt, aber an den Zuständen sind wir selber schuld.
PS: Kann natürlich auch sein, daß der Koch mal einen schlechten Tag hatte und die arme Bedienung es dann ausbaden mußte. Ansonsten empfehle ich Dir das Downtown,
ist preisgünstiger und es gibt dort für dich leckere Biersorten aus aller Welt. Prost!