Linksruck
29. Januar 2008
Derzeit spekuliert die Tagesschau im Einklang mit anderen Medien darüber ob die Ergebnisse der diversen Landtagswahlen einen Linksruck deutscher Politik konstituieren.
Ich kann mir das kaum vorstellen. Nach meiner Beobachtung ist es allenfalls eine Orientierung der Wähler weg vom Alten, hin zu etwas anderem. Kann ich auch verstehen. Veränderung, egal in welche Richtung ist um einiges sexier als das Verweilen bei den gar nicht so alten und dennoch altersschwachen Darstellern der großen “Volksparteien”. Sie wollen eigentlich alles so lassen wie es ist, während sich die Welt vorm Reichstag an ihnen vorüber entwickelt. Sie sind zu eingefahren als dass sie sich von innen heraus erneuern könnten. Die Achtziger sind einfach vorbei.
Wirklich schön wäre eine starke Partei junger, hipper, weltgewandter Latte Machiato Menschen, oder zumindest hauptsächlich junger Menschen und dann noch eine Partei alter Menschen. Gibts ja auch schon soviel ich weiß. Die Alten meine ich. Damit wären die beiden Hauptinteressengruppen dieses Landes vertreten. Der Rest könnte sich unter “Die Schnarchsäcke” formieren.
Abgesehen von diesem zugegebenerweise idealistischen Szenario sollten sich die Medien darüber freuen das der Ruck kein rechter ist. Gysi hat wenigsten noch ein paar Haare.





Das Problem bei den Parteien junger Menschen wird sein, dass die jungen Menschen, die sie voranbringen, auch einmal alt werden, und dann sicher nicht die Partei verlassen wollen. Schlimmstenfalls würden diese Menschen dann sogar auf ihrer eigenen Einstellung zur Jugend beharren (also was ihrer Meinung nach “jung” ist) und neue Einflüsse der “neuen” jungen Generation verhindern. Dieses Phänomen sehe ich des öfteren bei den sog. “Jungen Sozialen” oder auch z.B. der sog. “Jungen Union”. Jung sind die nicht wirklich…
interessanter beitrag und kommentar! ich möchte an dieser stelle nur an Bündnis 90/DIE GRÜNEN erinnern. die haben auch mal mit solch einer “freien/spaß/unbürokratischen/unkultivierten politik” begonnen (das soll nicht abwertend klingen). und wo stehen sie heute!? - sie arbeiten genauso wie die “großem”. es liegt am politischen sysem in deutschland…
p.s.: micha, wolltest du dich nicht einmal von politischen diskussionen abgrenzen? das ist schon der zweite politische artikel in dieser woche - ich finde es gut
@Johannes
Ach ich weiß auch nicht. Konnte mirs nicht verkneifen.
Ich schreibe normalerweise nicht über Politik weil ich keine Ahnung davon habe. Allerdings werde ich mal ein paar Politiker für den Podcast interviewen.
Die fehlen mir noch in meiner Sammlung.
kleiner tipp: die bundestagsabgeordneten in jedem wahlbezirk freuen sich immer über aufmerksamkeit! vielleicht schafftst du es ja ernsthafter zu wirken als dieser spiegelreporter bei volker blumentritt: http://www.spiegel.de/spam/0,1518,459664,00.html
Ich denke Michael - dein Kommentar soll ein bisschen satirisch wirken.!?
Oder?
Also: Zwei-Parteien-System finde ich auch gut. Partei der Alten und Partei der Jungen finde ich aber irgendwie komisch. Was soll aus den 39 - 55 jährigen werden? Und das Junge auch alt werden haben Henning und Johannes schon bemerkt.
Wie wäre es mit den „Schwarzen” und den „Roten” ?
„Grün” und „Gelb” könnte sich dann aufteilen, je nach Interessenlage. Für vernünftige Menschen wären dann alle Interessen in zwei Parteien vertreten.
Patt-Situationen wie jetzt in Hessen würden dann evtl. nicht mehr oder seltener vorkommen.
„Dunkelrot” und „Braun” haben in der Geschichte verspielt und haben diktatorische Ansprüche, sollten also in einem demokratischen Staat keine Chancen haben.
Ich denke aber, bis das so weit ist, sind noch ein paar Generationen Aufklärung erforderlich.
@Just
Ja sicher, das ist schon alles satirisch gemeint. Ist es ja meistens. Ich weiß natürlich auch nicht so genau wie es besser gehen könnte, obwohl ich schon ein paar Idee hätte, die sich aber eher darauf beziehen was man nicht machen sollte.
Wichtig ist mir aber dass darüber geredet wird. Und das tun wir ja.
Stimmt, Michael!
Genau das ist wichtig!