Kinocast - Der Knochenmann

5. Februar 2009

Ein Inkassoagent aus Wien soll das Auto eines säumigen Zahlers beschlagnahmen. Sein Auftrag führt ihn ins österreichische Hinterland. Dort steigt er in einem Gasthof ab, in dem immer wieder Menschen verschwinden. Im Zentrum des Geschehens steht der Chef des Wirtshauses, der sich in eine Prostituierte aus Bratislava verliebt hat und diese zu sich holt. Damit zieht er den Ärger der Zuhälter auf sich. Außerdem erpresst ihn sein eigener Sohn.

Josef Hader verkörpert den Inkassoagent und ehemaligen Polizist, der mehr oder weniger unfreiwillig in das Schlamassel hinein gezogen wird. Statt abzureisen, vernarrt er sich in eine der Kellnerinnen, die außerdem die Frau des Juniorchefs ist.

Von Anfang an strahlt dieser Film eine Wirklichkeitsnähe aus, von dem sich deutsche Regisseure eine gewaltige Scheibe abschneiden können. Auf die im Unterhaltungsgeschäft so üblichen Übertreibungen wird gänzlich verzichtet. Charaktere und Geschehnisse sind derart realistisch und nachvollziehbar dargestellt, dass man sich voll und ganz auf sie einlassen kann.

Nach dem eher ernst wirkenden Beginn des Streifens, wird er zunehmend lustiger und gerät manchmal fast zur Kommödie. Der morbide und harte österreichische Sprachhumor tut sein Übriges.

8 von 10 Punkten für Darsteller und Regie

Heute im Kinocast: Eric, Fabe und Michael

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Kommentare

Ein Kommentar für “Kinocast - Der Knochenmann”

  1. “Der Knochenmann” mit Josef Hader (Kinostart: 19. 2. 2009) « www.Sozialgeschnatter.de am 19. Februar 2009 um 12:35 Uhr

    [...] Klängen von den Sofa Surfers. << (Schön, dass jemand mal den tollen Soundtrack erwähnt!) Kinocast: >> Von Anfang an strahlt dieser Film eine Wirklichkeitsnähe aus, von dem sich deutsche [...]

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