Hoffnung
17. Februar 2008
Hier ist Barack Obama, demokratischer Präsidentschaftskandidat, bei seiner gestrigen Rede in Milwaukee, Wisconsin, unweit von Chicago.
Seine Rede basierte auf dem Vorwurf seiner Konkurrentin Hillary Clinton, seine Worte sein eben das: Nur Worte. Und die allein seien nicht wichtig.
Was für ein schöner Pass. Und wie wunderbar verwandelt. Er ist ein großer Redner. Soviel steht fest. Zeitweise klang Martin Luther King in seiner Stimme. Wenn es so weiter geht für ihn, könnte er es tatsächlich schaffen, bis ins Weiße Haus.
Ich bin nicht sicher was er dort machen würde. Das weiß man nie. Insofern braucht man die Hoffnung.
Vor ein paar Tagen war seine Frau Michelle zu Gast bei Larry King, dem Starinterviewer auf CNN. Selten habe ich so viel ungezügelte Ambition gesehen wie bei dieser Frau. 100% Augenkontakt. Furcht einflößend fast. Sie will unbedingt First Lady werden und sie lässt keinen Zweifel daran, dass sie Hillary notfalls in den Orchestergraben schubsen würde (meine Interpretation).
Nicht das ich was dagegen hätte. Zumindest würde endlich der Hennenschrei verstummen, den sie sich für ihre Kandidatur als Lache draufgeschafft hat.
Falls Obama Präsident würde, hätte ich großes Interesse an seiner Wahl hinsichtlich des Vize-Präsidenten. Ob er sich den mittlerweile abgeschlagenen Ron Paul zutraut?
Der Secret Service müsste kräftig aufgestockt werden um dieses Paar zu schützen, aber den Versuch wäre es wert.
John Edwards ist die wahrscheinlichere Wahl. Der Playboy mit dem anständigen Scheitel aus North Carolina. Ein guter Junge.
Schauen wir mal. Und hoffen wir.





Im Weltspiegel (ARD 19.20 Uhr) hat man es heute Obamania genannt. Na dann hoffen und beten
wir mal.
Ich glaube aber irgendwie nicht dran. Es wird wohl der Republikaner, der Vietnam-Veteran werden. Aber Wunder gibt es immer wieder. Oder wie war das.
Ich bin leider mit den Regeln der Präsidentschaftswahlen in den USA nicht vollständig vertraut, aber:
Ron Paul ist Republikaner (eine überzeugter sogar!), kann er dann Vizepräsident des demokratischen Obama werden?
Keine Ahnung.
Weiß das jemand?
der vizepräsident wird von den jeweiligen Parteien auf einem parteitag mit dem präsidenten bestimmt. (d.h. beide lager stellen zwei kandidaten auf) bei der eigentlichen wahl durch die wahlmänner werden jedoch beide unabhängig voneinander gewählt. somit ist es theoretischer weise möglich, dass einem demokraten ein republikanischer vizepräsident zur seite gewählt wird. in der praxis wird das jedoch selten vorkommen. wenn man in die geschichte guckt waren präsident und vizepräsident meistens aus dem gleichen parteilager.
@Henning: Er könnte schon, aber er wird jemanden aus der eigenen Partei auf dieses wichtige Amt heben. Sollte tatsächlich mal jemand einen von der anderen Partei zum Vize machen, dann wird sich schon ein Lee Harvey Oswald finden…