Hinter dem Vorhang
4. April 2007

foto: Michael Sonntag
Meine Kabine im Sonnenstudio war gerade belegt.
Wer immer da drinnen war, meinte es ernst. 15 Minuten in diesem Turbogrill. Dagegen sind meine 5 Minuten eine geradezu homöopathische Dosis.
Vor zwei Wochen hatte ich gelesen, dass gemäßigtes Sonnenbaden gegen die Nebenerscheinungen der kalten Jahreszeit, besonders im Hinblick auf die Haut, gut helfen soll. Ich muss sagen es stimmt. Zumindest bei mir haben sich positive Effekte bemerkbar gemacht, einhergehend mit einer deutlich höheren Energie. Das muss wohl das Vitamin D sein. Aber ist eigentlich auch egal. Hauptsache es wirkt und man wird ein bisschen braun.
Die Tür geht auf und ich kann es nicht fassen: Heraus marschiert der Kellner eines griechischen Restaurants, das ich manchmal besuche. Wenn ich dort bin, beobachte ich ihn gerne dabei, wie er die weiblichen Gäste charmant zum kichern bringt. Die denken wahrscheinlich, alle Griechen besitzen eine immer währende Bräunung. Dabei kochen die im nordischen Exil lebenden Exemplare auch nur mit Wasser, bzw. mit UV.





Du bringst es wie immer auf den Punkt.
Was ich in diesem Zusammenhang richtig eklig finde, sind diese vielen “Solarium-Tussen”, die man in Gera sieht. Total solariumverbranntes Gesicht mit dieser helleren unnatürlichen Bräunung. Bah! Und die kommen sich aber noch total hübsch vor…
Naja die Hautärzte wollen ja in ein paar Jahren auch was zu tun haben…