Heimtückischer Raub

23. Januar 2006

Also normalerweise fällt mir ja so ziemlich alles auf. Auch kleine Dinge. Aber das diese unglaubliche Weltverschwörung erst jetzt in mein Bewusstsein rückt ist unakzeptabel.

Gut, ich fahr nicht oft mit der Strassenbahn, weil laufen gesünder ist und nichts kostet. Nur wenn es zum laufen zu kalt ist, war es heute, dann überwinde ich meinen Geiz.

Irgendwas ist anders, dachte ich, als die Bahn losfuhr. An der nächsten Haltestelle dachte ich das gleiche nochmal. Aber es dauerte noch zwei weitere Stopps, bis ich es endlich begriff: Ha! Die Türklingeln sind weg!

Eine Strassenbahn ohne Klingel. Das ist so, als wäre der Himmel heute plötzlich grün, statt blau, die Sonne rot und Schokoeis gelb. Ein Quantensprung. Mann, dass ich das nicht früher gemerkt hab. Altersgleichgültigkeit vielleicht. Macht doch! Hauptsache ich krieg meine Rente. Mal zum Arzt gehen?
Ich denke drüber nach.

Nicht das mir die Klingeln extrem fehlen würden. Sie waren schon nervig und laut. Trotzdem hatte ich das selbe Gefühl das einen überkommt, wenn man nach langen Jahren in der Fremde seine Heimat besucht und die alte Schule ist ein Erotikshop.

Kommentare

3 Kommentare für “Heimtückischer Raub”

  1. ReneS am 24. Januar 2006 um 17:51 Uhr

    Meinst Du das Türschliessklingeln oder das “Bitte anhalten” Bimmeln?

  2. Michael am 24. Januar 2006 um 19:20 Uhr

    Das Türschließklingeln ist gemeint. Da waren früher ganz fiese Teile drin.

    Besonders schlimm, wenn man früh um sechs zur Arbeit fährt.

  3. HaPe am 25. Januar 2006 um 13:56 Uhr

    diese “Achtung nach dem Klingeln kein Ein oder Aussteigen mehr möglich”-Signal erübrigt sich, durch die Lichtschranken oder Sensoren, die in und an den Türen der Bahn/Bus angebracht sind.

    cu HaPe

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