Geschäftsmodell Kommastelle

8. Mai 2008

Günstige Flüge im Internet zu finden ist eine gewisse Herausforderung. Innerhalb Europas ohnehin. Wenn es dann auch noch in ein Land gehen soll, das nicht für seinen Billigtourismus bekannt ist und sich weigert den Euro anzunehmen, erhöht sich der Schwierigkeitsgrad gleich um eine Zehnerpotenz.

Expedia war heute der Fluganbieter meiner Wahl und hat auch gleich in der Kategorie Dreistigkeit den Bock der Woche geschossen. Mirco Nontschew als Kapitän hätte mich eigentlich stutzig machen müssen.

Nachdem mir eine Reihe von Flügen mit interessanten Preisen angezeigt wurde, ging ich daran einzelne heraus zu greifen um sie mir genauer zu beschauen.

Nach dem Anklicken des ersten Fluges öffnete sich ein neues Fenster. Die Meldung am oberen Bildrand lautete sinngemäß: “Es tut uns leid. Aber der Preis des von Ihnen gewählten Fluges ist gestiegen.”

Und wie. Von 250 auf 450 Euro.

Na ja, kann vorkommen. Technische Schwierigkeiten. Man weiß nie. Leichte Stirnröte.

Okay, nächster Flug. Klick. Neues Fenster: “Es tut uns leid.” 600 Euro mehr. Kopfinnendruck jetzt größer als Umgebungsdruck.

Einen hammwer noch. “Es tut uns…” TAUSEND EURO! Bing Bing Bing Bing Bing! Der Korken knallt. Ich raste aus. Schampus schwappt über die Tastatur. FASCHING! Uhhhhh, yeahhhhhh!

Nachdem irgendwann wieder Sauerstoff an mein Hirn drang und ich meiner Herr geworden war, klickte ich auf Opodo und wurde umstandslos zum günstigsten Flug geführt, welchen ich dann auch mit Wonne buchte.

Expedia ist vielleicht einfach nur in der falschen Branche.

Kommentare

4 Kommentare für “Geschäftsmodell Kommastelle”

  1. Eric am 8. Mai 2008 um 13:48 Uhr

    Wo gehts denn hin?

  2. Michael von Thueringen am 8. Mai 2008 um 14:18 Uhr

    Schlittenhund-Verkostung in Lappland. Kommste mit?

    Olle Neugierde!

  3. Watson am 9. Mai 2008 um 08:43 Uhr

    Na dann mal guten Flug, wohin auch immer ;) .

  4. Eric am 9. Mai 2008 um 17:09 Uhr

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