Gelinkt
6. November 2008
Letzte Nacht stand ich schläfrig und von einer Erkältung umnebelt in meiner Küche, um dem plötzlich einsetzenden Heisshunger auf gekühlte Früchte nachzukommen. Einzige Option war eine Dose Birnenhälften (leicht gezuckert) die meiner eisernen Ration für Wirtschaftskrisen entsprang.
Ich nahm meinen neu gekauften Dosenöffner zur Hand, setzte ihn an den Dosenrand und drehte an der Kurbel. Statt des metallischen Schneidgeräusches war aber nur ein Rattern zu hören und die Dose blieb verschlossen.
Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass das Zahnrad welches normalerweise unten liegt, jetzt oben auf dem Dosenrand saß, das Schneidmesser unten.
Wie lange ich mit tief gerunzelter Stirn in meiner Küche stand um dieses Bild zu verarbeiten, kann ich im nachhinein nicht mehr so genau sagen. Es ist gut möglich, dass ich zur Kontemplation zwischendurch eingenickt bin.
Irgendwann dämmerte mir, dass ich den Dosenöffner einfach andersherum ansetzen könnte. Dazu war allerdings ein Handwechsel vonnöten, der das Rätsel schließlich auflöste. Ich benutzte ein Küchengerät für Linkshänder.
Da mir eine solche Möglichkeit beim Kauf gar nicht in den Sinn gekommen war, hatte ich einfach zugegriffen. Ich werde aus dieser Erfahrung lernen und hoffentlich nicht wieder in die Minderheitenfalle tappen.
Alternativ dazu könnte ich einfach konvertieren.





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