Für alle Fälle

31. Oktober 2007

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foto: misswired

Wer ab morgen einen deutschen Pass beantragt, muss seine Fingerabdrücke nehmen lassen. Alle anderen Alternativen sind damit vom Tisch.

Die Fingerabdrücke werden auf einem Chip im Pass digital gespeichert. Die Daten sollen nur von speziell dafür zugelassenen Geräten auslesbar sein, sodass sie nicht zweckentfremdet werden können.

Wer so etwas behaupt ist entweder sehr naiv oder lügt. Das Interesse an Fingerabdrücken fremder (und unschuldiger) Menschen wird enorm ansteigen, besonders bei Kriminellen jeglicher Ausprägung. Und die finden einen Weg an die Daten zu kommen. Haben sie bisher immer.

Abgesehen davon möchte ich nicht proforma wie ein Straftäter behandelt werden.

Ab 2009 sollen übrigens auch Personalausweise mit diesem System eingeführt werden, sodass auf absehbare Zeit die gesamte deutsche Bevölkerung zwangsläufig ihre Fingerabdrücke aus der Hand geben muss.

Kommentare

4 Kommentare für “Für alle Fälle”

  1. micha am 1. November 2007 um 10:06 Uhr

    Einmal die Fingerkuppen über grobes Schleifpapier gestrichen, sollte ausreichend sein. :D

  2. Eric am 1. November 2007 um 10:26 Uhr

    @micha: Und dann stimmen bei der Überprüfung die Abdrücke nicht überein und Du darfst aus einem Land Deiner Wahl nicht mehr zurück nach Deutschland? Ist das wünschenswert. Zumindest nicht, wenn es sich um Tunesien oder ähnliches handelt… :-)

  3. micha am 2. November 2007 um 09:27 Uhr

    Du sollst das auch machen, bevor du nen Pass beantragst. ;)

  4. Jan am 4. November 2007 um 17:55 Uhr

    Nach dem grünen Pfeil wird nun die Methodik der Stasi übernommen. Ostalgie pur. Danke Wolfgang.

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