Das zugedrückte Auge des Gesetzes

22. Oktober 2007

Die Story ist ganz niedlich: Eine 81-jährige Oma wollte zum Friedhof und ihr war der normale Weg zu weit, also ist sie mit ihrem elektrischen Rollstuhl auf die Autobahn A9 ausgewichen und dort auf dem Standstreifen mit 6 km/h lang geschlichen. Weiblicher Pragmatismus gepaart mit etwas Altersstarrsinn vermutlich.

Jemand hat angehalten und die Polizei gerufen. Die haben sie dann nach Hause gefahren und “augenzwinkernd darüber aufgeklärt, dass sie mit ihrem Gefährt künftig mindestens 60 Stundenkilometer fahren müsse, um die Autobahn nutzen zu dürfen.”

Das war’s. Keine weiteren Konsequenzen, keine Anzeige, kein abber abber abber!

Was ist daran falsch? Gar nichts natürlich. Ich freue mich nur dass es das noch gibt bei uns, diese Humanvernunft. Und ich hoffe inständig, dass wir sie uns erhalten können, statt uns an anderen Ländern ein Beispiel zu nehmen.

Kommentare

2 Kommentare für “Das zugedrückte Auge des Gesetzes”

  1. Watson am 22. Oktober 2007 um 20:38 Uhr

    Das hoffe ich auch. Die Omis heutzutage haben aber auch Sachen drauf, habe schön gelacht. Wenn sie schlau ist, rüstet sie den Rollstuhl um ! Aber da brauch sie wieder nen Führerschein… Vielleicht hat sie ja einen !

  2. Just Neumann am 23. Oktober 2007 um 12:23 Uhr

    Aus meiner Sicht einer der besten Beiträge!

    Schmunzeln … Staunen … Freuen … Gelebte Menschlichkeit …

    Ich denke - das spricht alle an! Vom Zehnjährigen bis zum Hundertjährigen und vor allem mich ….

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