Alles live?
13. November 2008
Manchmal möchte ich das alles gar nicht so genau wissen. Auch nicht das Mathias Z. aus J. jetzt gerade mit gestrecktem Novokain scheinbetäubt und daher leise winselnd seine Fingernägel im Zahnarztstuhl vergräbt.
Ich finde man sollte beim Bloggen gewisse Grenzen der Zumutbarkeit nicht überschreiten. Aus Sicht des Lesers, meine ich.
Aber wenn es schon sein muss, sollte wenigestens eine Tonaufnahme dabei sein.
Kinocast 95: Quarantäne
13. November 2008
Ein Reporterin und ihr Kameramann drehen eine Dokumentation über die Feuerwehr in Los Angeles. Bei einem Einsatz dringen sie in ein Haus ein, in dem es einen medizinischen Notfall geben soll. Hinter einer verschlossenen Tür finden sie eine alte Frau, die röchelnd und sabbernd in einem dunklen Zimmer steht und nicht auf die Retter reagiert. Als das Scheinwerferlicht auf sie trifft, greift sie an.
Es finden sich noch andere Menschen mit denselben Symptomen. Nach und nach sterben die Mieter und Retter durch die Angriffe. Aus dem Haus können sie nicht raus. Es wird von außen durch die Polizei und den Seuchenschutz verriegelt.
Ein Splatterfilm wie er im Buche steht. Man sagte mir, der Streifen basiert auf einem bereits erschienenen spanischen Film namens REC.
Wer Horror- und Zombifilme mag, kommt hier auf seine Kosten. Ich allerdings gebe nur 5 von 10 Punkten.
Mehr Info im Kinocast mit Eric, Fabe und mir:
Gezwitscherte Weisheit
10. November 2008
Gestern auf Twitter gelesen:
“Nichts schmeckt so gut wie sich Dünnsein anfühlt.”
Uff, der hat gesessen!
Bei derlei Sprüchen fällt mir immer die New Yorker Baseball-Legende Yogi Berra ein. Berra brachte ständig solche Einzeiler, die sich oberflächlich unsinnig anhören, aber bei näherer Betrachtung Tiefgang erkennen ließen.
Mein Favorit: “When you get to a fork in the road, take it.”
100 Milliarden Dollar
8. November 2008
Spielgeld?
Leider nicht. Es handelt sich um eine 100-Milliarden-Dollar Note aus Simbabwe. Für eine Schubkarre gefüllt mit diesen Scheinen kann man sich schon ein Brot kaufen.
Das Foto stammt von Adam Currys Blog.
Obama Wahlnacht
7. November 2008

Barack Obama hat die Wahlnacht fotografisch dokumentieren lassen und in seinem Flickr Stream online gestellt. Sogar mit einer CC-Lizenz, sodass zum Beispiel Radio-G sie bloggen darf. Ich finde das sagt einiges aus über die Öffentlichkeitsarbeit des neuen Präsidenten. Möge es so bleiben.
Die Fotos sind fast ausschließlich Schnappschüsse von unterschiedlicher Qualität, aber allesamt sehr interessant und aufschlussreich. Außerdem ist die Galerie sehr populär. Flickr hat derzeit ziemlichen “Schluckauf”.
Gelinkt
6. November 2008
Letzte Nacht stand ich schläfrig und von einer Erkältung umnebelt in meiner Küche, um dem plötzlich einsetzenden Heisshunger auf gekühlte Früchte nachzukommen. Einzige Option war eine Dose Birnenhälften (leicht gezuckert) die meiner eisernen Ration für Wirtschaftskrisen entsprang.
Ich nahm meinen neu gekauften Dosenöffner zur Hand, setzte ihn an den Dosenrand und drehte an der Kurbel. Statt des metallischen Schneidgeräusches war aber nur ein Rattern zu hören und die Dose blieb verschlossen.
Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass das Zahnrad welches normalerweise unten liegt, jetzt oben auf dem Dosenrand saß, das Schneidmesser unten.
Wie lange ich mit tief gerunzelter Stirn in meiner Küche stand um dieses Bild zu verarbeiten, kann ich im nachhinein nicht mehr so genau sagen. Es ist gut möglich, dass ich zur Kontemplation zwischendurch eingenickt bin.
Irgendwann dämmerte mir, dass ich den Dosenöffner einfach andersherum ansetzen könnte. Dazu war allerdings ein Handwechsel vonnöten, der das Rätsel schließlich auflöste. Ich benutzte ein Küchengerät für Linkshänder.
Da mir eine solche Möglichkeit beim Kauf gar nicht in den Sinn gekommen war, hatte ich einfach zugegriffen. Ich werde aus dieser Erfahrung lernen und hoffentlich nicht wieder in die Minderheitenfalle tappen.
Alternativ dazu könnte ich einfach konvertieren.
Experten!
5. November 2008
“Welche Rolle spielt die Hautfarbe für die Wahl? ARD-Experte Schönenborn sagt: Fast keine.”
Diese Meldung lief gerade über den ARD Twitter-Feed zur Wahl in den USA.
Mir ist schon in der jüngeren Vergangenheit aufgefallen, dass der Titel “Experte” bei der ARD eher locker gehandhabt wird. Oft wird gar nicht spezifiziert wofür die genannte Person diesen Titel bekommen hat.
Ich finde die ARD sollte damit anfangen ihre Experten neu zu verteilen. Am besten in ihren Fachgebieten.
An die lieben Damen und Herren Amerikaexperten: Wer mit vorgehaltener Kamera und Mikrofon durchs Land fährt, muss sich nicht wundern dass er nur politisch korrekte Aussagen bekommt.
Baschhhhhhhhhhh…
3. November 2008
Ein Schlagzeug habe ich mir schon immer gewünscht.
In früher Jugend scheiterte dieser Wunsch am Zeigefinger meiner Mutter, welcher wiederholt gegen ihre Stirn tippte um anzudeuten das es wohl nicht weit her sei mit meiner geistigen Gesundheit.
Also malträtierte ich die Kunstlederarmlehne eines Stubensessels mit schwarz lackierten Schlagstöcken. Wenigstens die waren echt.
Später gab es immer irgendwelche Hausbewohner oder Nachbarn die der Anschaffung jeglicher Trommelinstrumente kritisch gegenüber standen.
An digitale Schlagzeuge war damals nicht zu denken. Erst gab es keine und dann kosteten sie mehr als ein Kleinwagen.
Jetzt gibt es sie in technischer Perfektion und die Preisschilder sind auf ein erträgliches Maß geschrumpft, nicht zuletzt weil die Währung sich geändert hat und Chinesen für weniger Geld arbeiten.
Die letzte Bastion vorm Kauf ist das mir eingebrannte Deutschtum, der Geiz und die “Vernunft”. Aber ich arbeite dran und schon bald werden Holzknüppel nahezu lautlos auf Gummi treffen und meine Trommeldiät kann beginnen.
Ins eigene Horn
1. November 2008
Ist das koscher? Die eigene Plattform für einen Wettbewerb zu nutzen? Ich bin nicht sicher. Aber ihr könnt ja selbst entscheiden.
Jedes Jahr wird der Köstritzer Web-Award für die schönste/interessanteste Webseite in drei Kategorien vergeben. Dieses Jahr ist Radio-G in der Kategorie Privat dabei.
Wer möchte, kann seine Stimme hier abgeben.
Autsch!
31. Oktober 2008
Ich sitze im “Alten Jena” und versuche zitternd und in Selbstmitleid getaucht mein Colaglas zum Munde zu führen. Dazu brauche ich heute beide Hände, denn nach drei Stunden Kletterkurs sind diese kaum noch zu spüren.
Die Feinmotorik ist gar nicht mehr so fein. Ähnlich einer Überdosis Novocain beim Zahnarzt, nach welcher einem jedes Getränk aus der Unterlippe sabbert.
Meine Fußspitzen eignen sich auch nicht mehr zum drauf laufen. Alles kapputt. Ich werde wohl nie wieder aufrecht gehen können.
Neben den offensichtlichen körperlichen Risiken des Klettersports, ist mir heute eine nicht zu verachtende Höhenangst aufgefallen. Keine Panik, nur Angst.
Ich mache trotzdem weiter und nächste Woche gibt es wohl einen Kletterpodcast.










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