BUGA 2
24. März 2008
Dieses Bild aus dem BUGA-Gelände in Gera stammt nicht vom letzten Jahr, sondern von heute.
Der Park ist jetzt wieder für jeden unentgeltlich geöffnet.
Es gibt eine ziemlich scharfe Debatte in Bezug auf das Mitbringen von Hunden. Vermutlich wird man versuchen einen friedlichen Kompromiss zu finden und den Hundebesitzern die Verantwortung für das “hygienische Führen” ihrer Hunde klar zu machen.
Alle werden nicken und “Na klar!” sagen und kurz darauf werden die Spaziergänger nur noch auf dem Rasen laufen, weil die Gehwege zu Exkrementförderbändern geworden sein werden. Die Hundegegner werden sagen dass sie das ja schon immer gewusst hätten, die Hundebesitzer werden sich beleidigt fühlen und die Hunde werden denken: “Ohne die komischen Menschen wäre es viel schöner in diesem Park.”





Seitdem ich Hunde habe, habe ich bei jedem Spaziergang Papier und Tüten mit, um das aufzusammeln, was unsere Hunde manchmal hinterlassen. Was mich wirklich ankotzt, ist diese generelle negative Meinung von Nicht-Hundebesitzern, die mir quer über die Straße zurufen, daß ich “ja die Hundescheiße wegmachen soll, sonst passiert was”. Ich kann ja verstehen, daß manche vielleicht negative Erfahrungen mit Hundebesitzern gemacht haben, aber ich verurteile ja auch nicht jeden Autofahrer, weil mir einer mal die Vorfahrt genommen hat.
Hier wird ein Feindbild aufgebaut mithilfe von Halbwissen und Vorurteilen…
Das mit den Vorurteilen stimmt zwar.
Allerdings sind die Bürgersteige und Grünflächen dieser Stadt voll mit “Beweismaterial” für die Argumentation der Hundegegner.
Und das lässt sich nicht wegdiskutieren.
Wobei die Hundegegner in der Mehrzahl gar keine Hundegegner sein werden, sondern Fürsprecher für eine saubere Stadt. Und das kann man ihnen nicht vorhalten.
Ja, ich seh dieses “Beweismaterial” auch. Aber man sollte nicht pauschal alle verurteilen.
Auch die Stadt muß sich mal an die Nase fassen. Auf unserer ehemaligen Hundeweise in der Nähe von der Elsterbrücke der Arminiusstraße gab es mal einen öffentlich Mülleimer. Dort haben alle Hundebesitzer ihre Tüten entsorgt. Dieser Mülleimer wurde irgendwann wegrationalisiert. Die ordentlichen Hundehalter haben dann ihre Tüte bis zur Mülltonne nach Hause mitgenommen, aber manchen war das dann zu umständlich und so sieht die Wiese auch jetzt aus.
Da die “Täter” nicht isoliert werden können, kommt es aber automatisch zur Sippenhaft.
Das ist wie mit Frauen die Auto fahren.
Ich weiß auch schon was passieren wird:
Entweder wird das Ordnungsamt Mitarbeiter zur Überwachung der Hundehalter einsetzen und die Ordnungswidrigkeiten mit satten Strafen beaufschlagen oder es werden Videokameras installiert um scheißende Hunde und ihre Besitzer zu identifizieren.
Dazu brauchen wir gar keine Terroristen!
Oh Mann… Ich sollte ins Propagandaministerium wechseln.
Ich fände es schon schön, wenn Hunde nicht aufs Bugagelände dürften. Ich finds nämlich auch nicht prickelnd, von Hunden angefallen zu werden.
Andrerseits finde ich es aber auch wichtig, auf den Hundeplätzen Mülleimer und diese Spender für Kacktüten aufzustellen. Wie übrigens auch sonst in der Stadt.
Und natürlich sollte das Mitnehmen der Hundescheisse auch kontrolliert werden. Anders lassen sich die entsprechenden Hundebesitzer nicht erziehen.
Mein Hund zahlt Steuern - natürlich nicht er selbst
- aber er hat genauso das Recht öffentliche Plätze zu besuchen. Selbstverständlich wird er an der LEine geführt, damit er niemanden anfällt - ganz abgesehen davon, daß er das sowieso nicht machen würde. Ist gut erzogen und eher ein Kuscheltier was laufen kann, als ein Hund:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/35111/display/4660774
Hunde hin, Hunde her - ein absolutes Ja oder Nein fällt mir schwer.
Viel problematischer sehe ich den menschlichen Wahnsinn:
Leute, die die Bänke besprühen, auseinander nehmen, sich auf den Grünflächen lagern und ihren Müll zurück lassen, evtl. friedliche Besucher vollpöbeln und alles was im Wege steht zertrümmern.
Der Küchengarten und andere Parkflächen in Gera waren in den vergangenen Jahren Beispiele für diesen Wahn!
Ich wäre für einen Eintritt von mindestens 1 Euro und glaube, dass dadurch zu befürchtende Randale etwas eingedämmt werden könnten. Außerdem könnten damit vielleicht Ordnungshüter bezahlt werden und die Grünflächen gepflegt werden.