IFA und so
29. August 2008
Kaum ist man in Berlin, schon purzeln die Blogthemen.
Allein der Berliner Hauptbahnhof ist eine unerschöpfliche Fundgrube. Die Menschen die dort zwischenstoppen sind so skurril, dass ich allein über sie Seiten schreiben könnte.
Da war zum Beispiel diese junge Frau, die mit einem Rollstuhl auf dem Bahnsteig rumfuhr und Kleingeld in einen Coca Cola Becher sammelte. Sie hat rechts nur noch ein halbes Bein. Sonst sieht sie normal aus und sogar attraktiv.
Ich habe 50 Cent gegeben und sie hat sich freundlich bedankt. Später ist sie dann durch meine S-Bahn gerollt und hat mich glatt ein zweites Mal angehauen und sich gewundert warum ich “Nochmal nicht.” gesagt habe.
Dann war da eine Familie. Ein etwa 50-jähriges Paar mit einem etwa 8-jährigen und einem etwa 14-jährigen Jungen. Der Ältere der beiden ist behindert. Er kann laufen, aber scheint sehr schwach. Zuerst sind sie mir in der DB Lounge aufgefallen und dann saßen wir beim Essen nebeneinander.
Der kranke Junge kann scheinbar nicht essen. Er bekommt eine große Plastikspritze mit einer Flüssigkeit angestöpselt und die wird dann vermutlich in seinen Magen gepumpt.
Solche und ähnliche Fälle gibt es am Hauptbahnhof en masse. Sowas sehe ich sonst nie, oder nur sehr selten. Ich muss wieder öfter nach Berlin fahren.
Die S-Bahnfahrt zur IFA nach Charlottenburg war auch sehr interessant. Westberlin hängt immernoch in den Achtzigern fest. Mancherorts in den frühen Neunzigern. Das Messegelände ist eine einzige Zeitreise und keine besonders saubere.
Die IFA selbst wird meiner Meinung nach völlig überhypt. Was ich dort gesehen habe, war gewöhnlich. Zumindest für jemanden der seine Techniknachrichten aus dem Internet bezieht. Ich habe eine Reihe von Videos gedreht, die das dokumentieren werden.
Jetzt sitze ich am Flughafen Schönefeld, der etwa so dreckig ist wie das IFA Gelände und noch verfallener. Die Preise hingegen ähneln denen moderner deutscher Großflughäfen: Bacardi-Cola (sehr klein) 5 Euro.
Aber ich habe einen recht bequemen Platz an der Arabica Bar und den werde ich jetzt zur Videobearbeitung nutzen.
Später mehr.
In der Zwischenzeit empfehle ich das original Lufthansa Kabinenvideo von 1988 auf der Radio-G Homepage.
Kinocast: Stiefbrüder
28. August 2008
Ich habe Angst vor diesem Film. Vielleicht weil ich immer noch nach dem tieferen Sinn suche. Vielleicht gibt es den gar nicht. Dies zumindest bescheinigen mir Eric und Sebastian im heutigen Kinocast.
“Stiefbrüder” ist demnach einfach nur eine völlig ungebremste Komödie von Will Ferrell, der das Drehbuch verfasst hat und selbst eine der Hauptrollen spielt.
Ich fand den Streifen stellenweise hochpeinlich und überzogen. Das Lachen war eher ein Reflex.
Was die anderen dachten, könnt ihr hier hören:
Testbericht Edifier 330 plus
24. August 2008

Quelle: Amazon
Ich habe schon seit einiger Zeit nach einer geeigneten Docking Station für meinen iPod Touch gesucht und bin schließlich fündig geworden.
Der Edifier 330 plus ist nicht zu groß und nicht zu klein. Zu klein würde bedeuten, dass die Lautsprecher knarzen und klirren. Zu groß bedeutet in aller Regel… zu groß.
Das Gerät passt bequem auf ein handelsübliches Bettschränkchen und lässt noch Platz für einen Old School Wecker und ein paar Bücher. Die Spannung kommt direkt aus der Steckdose. Alternativ gibt es ein Batteriefach für AAs. Man kann das Gerät also auch im Freien betreiben, beim Camping, im Garten oder so.
An der vorderen Front des Edifier ist eine kleine Lade in der sich der Docking Adapter befindet. Die zieht man heraus und steckt den Ipod ein. Dadurch ist er mit dem Gerät verbunden und wird gleichzeitig geladen.
Einziges Bedienelement des Edifier ist der Lautstärkeknopf an der rechten Seite. Oben rechts hat das Gerät eine weiße LED. Die ist zwar sehr klein, erhellt aber dennoch ein ganzes Schlafzimmer. Was sich die Designer dabei gedacht haben, weiß ich auch nicht. Ich habe ein Buch drauf gelegt um ruhig schlafen zu können.
Außerdem gibt es noch eine kleine Fernbedienung, mit der man manche Funktionen des iPod bedienen kann. Ich benutze sie nur für die Regulierung der Lautsprecher.
Und jetzt zum eigentlich Wichtigen: Die Soundqualität. Mein größtes Bedenken war ein übertriebener Bass. Die Sorge hätte es nicht gebraucht. Der Bass ist vorhanden, aber dezent und passt sehr gut zur Aussteuerung der Höhen. Überhaupt finde ich den Klang des Gerätes ganz hervorragend, wenn man in Betracht zieht, dass ich es als Bettradio und manchmal als Wecker benutze.
Fazit: Der Edifier liefert gute Leistung fürs Geld und einen schönen, unaufdringlichen Klang. Genau richtig.
Games Convention 2008
23. August 2008
Eric schickt einen Audiokommentar von der Leipziger Games Convention.
Ab nächstem Jahr soll die Spielemesse unter anderem Namen in Köln stattfinden. Die Leipziger Messe besitzt die Rechte am der Marke “Games Convention” und denkt derzeit darüber nach eine eigene Veranstaltung aufzusetzen.
Mehr Bilder von Eric gibt es hier.
Prager Frühling
22. August 2008
Ich war gestern bei einer Veranstaltung zum 40. Jahrestag des Prager Frühling.
Es waren auch einige Tschechen da und einer von ihnen erzählte ziemlich spannend und passioniert darüber, wie er die Zeit am, vor und nach dem 21. August 1968 erlebt hat. Ich fand es insofern sehr interessant, als dass ich anhand dieses Einzelschicksals Dinge erfahren habe, die ich noch nicht wusste.
Das meiste dessen was er erzählte, habe ich gefilmt:
Podcast-Empfehlung: China
21. August 2008
Das Küchenradio hat, zeitlich opportun, einen schönen Podcast zum Thema China abgeliefert, bei dem ein ausgewanderter deutscher Journalist über sein Leben in Hongkong und seine Recherchen in China berichtet.
Die Sendung ist gut gelungen und wirft ein etwas anderes Licht auf eine Nation die zur Zeit stark kritisiert wird. Bei all der durchaus berechtigten Kritik wird zunehmend der Blick verstellt auf das was China sonst noch ausmacht, abseits der kommunistischen Führung, fehlender Meinungsfreiheit und Olympia.
Ohrwurm
21. August 2008
Überlegt euch genau ob ihr dieses Video anklickt!
Ehrlich!
Ich hab euch gewarnt.
Radio-G 151 - Demokratie
21. August 2008
Das Wort Demokratie klingt gut. Es bedeutet dass alle gleichberechtigt mitreden dürfen. In Wirklichkeit sind moderne demokratische Staatsformen nur selten unmittelbar auf ihre Bevölkerung ausgerichtet, sondern regieren mehr oder weniger am Volk vorbei oder über es hinweg.
Michael Effler arbeitet für Mehr Demokratie und möchte erreichen dass Deutsche direkt um ihre Meinung zu wichtigen, politischen Themen gefragt werden müssen und abstimmen können. Er erklärt wie sein Verein das schaffen will und was es für uns bedeuten würde.
Musik: Intervision 5 - Gravitarium
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Audiokommentare: 0365 257 6344
Audiokommentar von Johannes aus Dresden:
Latte MACiato
20. August 2008

foto: mightykenny
Sowas wird mir nie passieren, dachte ich noch vor Monaten, als ich einer populären, englischen Internetpersönlichkeit bei der Beschreibung eines Vorfalls zuhörte, bei der es um das Verschütten eines Getränks über sein MacBook Pro ging.
Es ist passiert. Heute. Latte Macchiato im Glas, zu drei Vierteln gefüllt. Platsch!
Es gelangte nicht allzu viel Flüssigkeit ins Innere, aber ich habe gewisse Bedenken über den Einfluss von Milcheiweiß und Zucker auf mechanische Teile des Laptops.
Zur Zeit trocknet er in ausgeschaltetem Zustand und morgen kommt dann der Moment der Wahrheit.
Ich hab mal gelesen, dass sich die Macht eines Gebetes mit der Zahl der Betenden potenziert.
Betet für meinen Laptop! Bitte!
Gott mag meine Kappe nicht
19. August 2008
Wurde soeben von zwei verschiedenen Religionspolizisten in zwei verschiedenen Kirchen darum gebeten meine “Kappe” abzusetzen. Gemeint war mein Basecap.
Die erste Bitte kam in Form einer rhetorischen Frage: “Dürfte ich Sie bitten..?”, welche ich umgehend abschlägig bescheinigte. Damit hatte der Fragesteller offenbar nicht gerechnet. Sein Gesichtsausdruck zumindest ließ diesen Schluss zu.
Als nächstes kam der Verweis auf die “Hausordnung” und darüberhinaus die üblichen Gepflogenheiten in Gotteshäusern (auch bei anderen Religionen).
Wäre eigentlich ein schönes Thema für einen Podcast, dachte ich, aber der Fragesteller war in Begriff eine Führung zu beginnen. Vielleicht wollte er für seine Gäste eine gewisse Grundordnung herstellen. Vielleicht wollte er sich auch nur hervor tun. Wer weiß.
Jedenfalls bin ich mittelschwer erstaunt über die mangelnde Toleranz der katholischen Kirche im Jahre 2008. Sie glauben doch tatsächlich, dass es Gott erzürnt wenn ich meine dämliche Mütze aufbehalte, während ich durch ein viel zu großes Haus stiefele, um dessen Bau er nie gebeten hat.
Die Kirchen müssen, glaube ich, noch ein bisschen leerer werden, damit sich diese Menschen besinnen.









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