Podcast 137 - Mari Sunna

3. Mai 2008

Mari Sunna kommt aus Finnland und malt Bilder von denen sie selbst sagt, dass sie eine neue Art von Kunst darstellen sollen, abseits der ausgetretenen Pfade.

Derzeit werden mehrere ihrer Bilder im Otto-Dix-Haus Gera ausgestellt, teilweise isoliert und teilweise zusammen mit Werken von Dix.

Nach einem Pressegespräch in der gerade eröffneten Galerie bitte ich Mari um ein Interview. Meinen vielen Fragen setzt sie zwar nur wenige, kurze Antworten entgegen. Diese hingegen sind recht tiefsinnig.

Wie immer bei Künstlern scheitere ich an der Frage nach der Definition der eigenen Kunst. Dies scheint besonders unter Malern ein absolutes No-Go zu sein.

Jedenfalls hat Mari Sunna eine Vorliebe für Portraits ohne Gesichter. Unter anderem dieser Aspekt ihrer Kunst hat ihr bereits einen gewissen Ruhm eingebracht, welcher sicher noch wachsen wird.

Mari lebt in Helsinki und arbeitet derzeit in Rom.

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Mari Sunna is from Finland and paints pictures which, according to herself, follow a new perception of art, off the beaten path.

The Otto-Dix-Haus in Gera currently shows a selection of Mari’s paintings, partly in isolation and partly in conjunction with paintings by Dix.

After a small press conference I asked Mari for an interview. I had many question which only yielded relatively short answers. Those, however, were rather profound.

As has happened so often in past interviews with artists my question regarding a definition of Mari’s own art was politely refused. This topic seems to be an absolute no-go, particularly among painters.

At any rate, Mari has a particular predilection for portraits without facial features. This aspect of her art has brought her a certain amount of fame which, undoubtedly, will grow.

Mari lives in Helsinki and currently works in Rome.

Music:

Lady J - Seek the Truth

Mio fratello è figlio unico

1. Mai 2008

Nach langer Pause war ich gestern mal wieder in der Überraschungspremiere des UCI Gera.

Nun ist es bei dieser Vorstellung üblich dass man vorher nicht weiß was kommt. Daher der Name. Aber es gibt gewisse Anhaltspunkte die Kenner nutzen um abzuschätzen was sie potenziell erwartet. Zum Beispiel der Vorspann.

Im Vorspann des gestrigen Films tauchte zuerst das Logo einer gänzlich unbekannten Produktionsfirma auf. Ein erstes Raunen ging durch die Menge. Die nächste Einblendung informierte die Zuschauer darüber dass der folgende Film vom Land Baden-Würtemberg gefördert wurde.

Die Reaktionen im Publikum reichten von böser Vorahnung: “Oh oh” über Trauer hinsichtlich des ausgegebenen Eintrittspreises “Scheiße!” bis zur völligen Resignation. Einige Zuschauer probten sogar für ihren baldigen Suizid.

Glücklicherweise war es dann doch kein deutscher Film, sondern ein italienischer: “Mein Bruder ist ein Einzelkind.”

Das Werk brauchte eine Weile um in Gang zu kommen, war dann aber doch eine ziemlich interessante Studie des Italiens der 60er Jahre, welche in der Hauptsache um zwei Brüder und ihre Familie rotierte, damit wohl aber einen großen Teil der italienischen Bevölkerung charakterisierte. Der Film hat angeblich 5 “italienische Oskars” erhalten und das bedeutet scheinbar dass die Italiener ihn gut finden.

Eric und ich haben nach der Vorstellung einen Podcast aufgezeichnet, den ihr euch hier anhören könnt.

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