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30. Mai 2008
Bill Gates ließ gestern verlauten, dass Microsoft an der Abschaffung der Computermaus arbeite.
Ein neues Windows Betriebssystem soll gänzlich über Touch-Technologie gesteuert werden. Das bedeutet man könne weiterhin auf einer Tastatur schreiben, aber um den Mauszeiger zu bewegen muss man den Bildschirm berühren.
Wenn Bill das wirklich so gemeint hat, überschätzt er die Strapazierfähigkeit seiner Kunden noch mehr als man es ohnehin schon glauben darf.
Vielleicht hat er vergessen zu erwähnen, dass es an oder neben der Tastatur noch ein kleines Touchpad geben soll, das dann als Maus fungiert. Falls nicht, müssen Windows Computer in Zukunft wohl mit Lappen und Fettlöser angeboten werden.
10 Euro pro Megabyte
28. Mai 2008
Ein nächtlicher Tarifrecherche-Ausflug auf T-mobile ließ meinen Blick auf eine Ziffer fallen, die so ganz und gar nicht an diesen Ort passte: 472 Euro. Und davor stand: “Ihre bisherigen Verbindungspreise im Mai”.
“Hammana, hammana…” Meine Artikulationsfähigkeit pausierte offenkundig.
Dankenswerterweise ist der Kundenservice von T-mobile rund um die Uhr erreichbar. Ein freundlicher Herr sagte, er schaue sich das mal an. Das sei ja wirklich ein bisschen viel. Die Verbindungsdaten könne er allerdings auch nicht sehen. Da müsse ich schon auf die Rechnung warten.
Plötzlich erschien eine Flagge vor meinem inneren Auge. Roter Hintergrund mit weißem Kreuz.
“Ähm, ich war gerade in der Schweiz und war dort mit meinem Laptop im Internet. Kann es daran liegen?”
“Moment, ich schau mal…” “Oh ja, die schweizer Netzbetreiber rechnen nach Volumen ab und verlangen 10 Euro pro Megabyte.”
“Hammana, hammana???”
Der Herr sagte noch man sei angeblich auf europäischer Ebene bereits dabei dieser (unerhörten Schweinerei) “Praxis” ein Ende zu setzen. Mal sehen was das für meine Rechnung bedeutet.
Kanadischer Teenager zersetzt Plastikmüll
27. Mai 2008

foto: frankservayge
Ein 16-jähriger Highschool Schüler aus Waterloo/Kanada hat ein Verfahren entwickelt bei dem Plastiktüten, die normalerweise bis zu 1000 Jahre für ihre Zersetzung benötigen, innerhalb weniger Wochen verschwinden.
In einem Experiment isolierte Daniel Burd verschiedene Bakterien die sich von Plastik ernähren und kultivierte sie so lange, bis eine potente Mischung entstand. Bei 30 Grad Celsius zersetzte er zerhechselte Plastiktüten in Eimern mit Wasser, Salz und Hefe.
Burd sieht keinen Grund, warum dieses Verfahren nicht auch im großen Stil funktionieren sollte.
Flashback
27. Mai 2008
Obiges Video habe ich vor ein paar Tagen bei Youtube gefunden und mindestens 20 mal abgespielt.
Perfide eigentlich, wenn man drüber nachdenkt. Zu der Zeit als dieser Spot im Fernsehen lief, war ich Lichtjahre und Minenfelder von den angepriesenen Produkten entfernt. In der Rückschau und mit dem heutigen Wissen über die Inhaltsstoffe wahrscheinlich ein Segen.
So war zumindest meine Kindheit noch von gesunder Ernährung gekennzeichnet. Und von psychischer Harmonie. Die Sanostol Werbung mit dem “oft lustlosen Kind” hab ich nie verstanden.
Radio-G 140 - Zürich
22. Mai 2008

“Züricher Geschnetzeltes” ist ein guter Name für diese Episode, weil sie aus mehreren, ziemlich wild zusammen geschnittenen Takes von meiner Reise in die schweizer Metropole besteht.
Es ist von allem was dabei. Wem das nicht reicht, der kann die Texte im Blog zum selben Thema nachlesen.
Audiokommentare bitte per Hörertelefon unter: 0365 - 257 6344
Einzelstück
22. Mai 2008
Da sonst niemand T-Shirts im Radio-G Shop kauft, tue ich das halt selbst.
Es macht sogar großen Spaß meine eigenen T-Shirts zu designen und diese dann auch nicht online zu stellen, sondern als Unikate zu tragen und in Würde altern zu lassen.
Außerdem erspare ich mir die peinliche Situation jemandem zu begegnen der dieselben Klamotten anhat.
Salü
21. Mai 2008

Annett fragt wie es mir in der Schweiz gefällt. Da die Frage etwas zu komplex ist als dass sie einfach in einem Kommentar abgehandelt werde könnte, widme ich der Beantwortung hiermit einen eigenen Blogeintrag.
Nun war ich schon mehrmals in der Schweiz, aber nie länger als einen Tag und wenn mich meine Erinnerung nicht trügt auch nie in einer richtigen Großstadt, sondern mehr oder minder abgelegenen Berggegenden, komplett mit vollhölzernen Wirtshäusern und Almölis die in weiße Bärte murmelten. Heidi war wohl gerade Wasser holen als ich dort Rast machte und deswegen habe ich sie verpasst. Aber sie wohnt ganz sicher dort irgendwo.
Zürich gehört in eine ganz andere Kategorie von Urbanität und kann sicher nicht mit dem Rest der Schweiz verglichen werden.
Der Verkehrnetzplan der gerade neben mir auf dem Hotelbett liegt, steht dem anderer europäischer Metropolen in Hinblick auf sein Verwirrungpotenzial in nichts nach.
In Zürich gibt es mehr Straßenbahnen als in ganz Deutschland zusammen genommen. Das Streckennetz hat eine Länge von nahezu 300.000 Kilometern und der Kurvenquietschindex liegt bei 90dB. Die Fahrscheine besitzen einen 18 Karat Goldrand.
Wenn ein kolumbianischer Kaffeeplantagenarbeiter 1 Jahr lang pausenlos durcharbeitet, kann er von seinem Gehalt einmal vom Centralplatz zum Zoo fahren. Für einen Zoobesuch muss er noch mal 10 Jahre ran. Offenbar zur Entschädigung gibt es für die vielen Fußgänger kostenloses Trinkwasser welches in Zürich öffentlich dauersprudelt.
Unter kulturellen Gesichtspunkten komme ich mir als Deutscher in Zürich vor wie ein Barbar. Die stilsichere Herausgeputztheit dieses Ortes lässt sich nicht in Worte fassen. Höchstens in einen Hochglanzkatalog, wobei der Glanz sozusagen schon vor den Fotos existiert.
Verfallserscheinungen und Verschmutzungen jeglicher Art sind im hiesigen Kanton scheinbar gesetzlich verboten. Und alle halten sich dran.
Der äußerliche Eindruck setzt sich bei den Dienstleistungen fort. Mein heutiges Mittagsessen beispielsweise fand in einer Atmosphäre so hochgradiger Perfektion und Umsorgung statt, dass selbst First Class Stewardessen von Singapore Airlines in lebenslange Ehrfurcht verfallen würden.
Einziger Makel des Etablissements war das W-LAN Netzwerk, welches vom Ansturm Laptoppiger Gäste in die Knie gezwungen wurde. Interessanterweise scheint die Schweizer Gastronomie mit moderner Web-Technologie noch nicht allzu viel am Hut zu haben. Exorbitante Preise und mangelnde Verfügbarkeit sind Indizien dafür.
Ich könnte stundelang so weiter schreiben. Aber zur Illustration meiner Empfindungen soll es genügen. Vielleicht noch eine Anmerkung zur Höflichkeit. Auch hier war ich sehr angetan. Kein böses Wort, kein Aufbrausen, keine Unflätigkeit. Sogar der Kellner der mich heute darauf hinwies doch bitte meine Füße von der Holzbank vor seinem Restaurant zu nehmen, tat dies so galant, dass es mich fast peinlich berührte.
Es ging ihm auch gar nicht um Schmutz, sondern um meine Ausstrahlung auf seine potenziellen Gäste. Bei ihm wird halt nicht gefläzt. Dass es sich um ein „amerikanisches“ Pub handelte welches eine gewisse Lockerheit zu transportieren suchte, der ich nur allzu gern nachkam, steht auf einem anderen Blatt. Offenkundig unterliegt auch die Lockerheit in diesem Land bestimmten Grenzen.
Ich finde das vollkommen okay, wenn sich die Mehrheit eines Volkes auf solche Allgemeinplätze einigt und diese dann konsequent vertritt.
So, jetzt ist der Artikel aber wirklich lang genug.
Fazit: Zürich ist eine Super Stadt und ich freue mich aufs nächste Mal.
Geschnetzeltes aus CH
20. Mai 2008
Gestern ging es zum Abendessen ins Züricher Zeughaus, einem großen Wirtshaus in der Innenstadt. Dort gibt es echte schweizer Küche und allem voran natürlich: Das Zürcher Geschnetzelte.
Links im Bild ist so etwas wie ein großer Kartoffelpuffer, leicht gebräunt. Rechts eine Sahnesoße mit Kalbfleisch. So sollte das also aussehen. Ich glaube man konnte es alternativ mit Reis bestellen. Geschnetzeltes mit Putenfleisch oder gar Schwein würde hier wohl niemandem einfallen.
Geschmeckt hat es sehr einfach und sehr gut.
Grüezi!
18. Mai 2008
Ich stehe in einem Eck-Cafe in der Zürcher Innenstadt. Das Cafe ist so winzig, dass ich es nur gefunden habe, weil es ein Vordach hat. Und das braucht man momentan, denn es regnet Blasen.
Bis vor ein paar Minuten war noch alles in bester Ordnung. Tausende Menschen flanierten auf den sauberen Wegen am Ufer des Zürichsees, Pärchen lagen im Gras. Plötzlich fing es an zu nieseln, der Niesel wurde zu Regen, der Regen zur Traufe und ich wurde nass.
Der Kaffee ist im Übrigen ganz hervorragend. Wie alles hier ist er teuer. Eine kleine Tasse, ein anderes Adjektiv fällt mir nicht ein für diesen Behälter, kostet 4 Franken. Das sind etwa 3 Euro.
An den Tischen sitzen gesellige junge Schweizer und knarzen ganz prächtig auf Schwiezerdütsch. Dieser Dialekt gefällt mir sehr gut. Er klingt etwas lustig, hat mehr Rachenlaute als die meisten arabischen Mundarten, aber irgendwie transportiert er das Wesen der Leute ganz gut und dafür ist Sprache schließlich da.
Die Hotelangestellten hier hat man entweder aus Hannover eingeflogen, oder man hat ihnen auf einer Entakzentierungsschule jeglichen Hinweis auf ihre Herkunft genommen.
Ich habe so was schon mal aus Bayern gehört. In München gibt es angeblich eine Schule, in der man sich das rollende R abtrainieren lassen kann. Wohl um nicht so banal bayerisch zu klingen.
Übrigens, die amerikanische Cafehauskette Starbucks ist in Zürich sehr zahlreich vertreten. Die Filialen sind auch bis auf den letzten Platz besetzt. Interessanterweise in der Hauptsache von Amerikanern.
Der normale Kaffee kostet dort fast 8 Franken. Ein Grund mehr dort nicht hin zu gehen.
Rätsel des Tages: Was ist ein Chuchi-Chäschtli?
Der Gewinner bekommt… 10 Rappen!
E-Ink Uhr
17. Mai 2008
Ah. Wieder was für meinen Gadget-Wahn. Und meinen Uhrentick.
Wer den Kindle E-Book Reader kennt, ist mit der Technologie vertraut: E-Ink, elektronische Tinte. Jetzt gibt es eine E-Ink Uhr.
Die Marke heißt Phosphor, kommt aus Amerika und das coole daran ist, dass man das Ziffernblatt in seinem Aussehen verändern kann. Man kann bestimmte Informationen ein- oder ausblenden, oder sogar die Farbe des Ziffernblatts ändern.
Für deutsche Verhältnisse und mit dem günstigen Umrechnungsfaktor zum Dollar ist die Uhr sogar durchaus erschwinglich.
In meiner kleinen Kollektion der Eitelkeiten wird sie wohl bald auftauchen.









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