Karma sei Dank

22. April 2008

Wer ab und zu CNN schaut musste über die letzten Jahre hinweg einen Charakter erdulden, der lauter, nerviger und arroganter nicht sein könnte: Richard Quest. Er ist einer der Gründe warum ich selten auf CNN zu finden bin.

Nun hat man ihn in New York’s Central Park aufgegriffen, mit Drogen in der Tasche und einem Strick um den Hals welcher mit seinen Genitalien verbunden war. Merkwürdige Droge.

Eigentlich würde ich sagen: Lass ihn doch wenn er will.

In diesem Fall sage ich: Danke Gott!

Äthiopische Senioren

20. April 2008

Was nützt der ganze moderne Kram, wenn es nichts vernünftiges mehr zu Essen gibt?

Der Satz stammt aus dem Mund eines Mannes der behauptet 151 Jahre alt zu sein und mit vernünftigem Essen meint er Milch, Honig und Hirsebrei.

In den Bergen Äthiopiens gibt es eine Gegend in der sehr alte Menschen wohnen. Das ist unbestritten. Da es aber keine Geburtsurkunden gibt, berufen sich die Alten auf ihre Erinnerungen und diese beziehen sich eben hauptsächlich auf besseres Essen, besseren Boden und ähnliche Dinge des täglichen Lebens.

Hier der vollständige Bericht auf tagesschau.de

Ich frage mich gerade, ob ich überhaupt so lange leben wollen würde. Das hört sich alles eher anstrengend und langweilig an. :-)

Hechel

19. April 2008

Ich komme momentan nicht mehr so richtig hinterher. Viel Arbeit, aber auch sonst ist viel los und eigentlich ist das gut. Andererseits komme ich kaum zum Bloggen. Von meinem Handy (Blackberry Curve) aus klappt es immer noch nicht und ich habe keine Ahnung warum. Unterwegs zu bloggen wäre wirklich cool.

Ich hatte vorhin eine Idee und hätte ganz gern eure Meinung dazu. Kann es sein, dass es vielen von euch schwer fällt mit dem neuen Blogdesign klar zu kommen. Oder der Tatsache dass die Blogeinträge nicht wie früher auf der ersten Seite sind? Wenn ja, würde mich das interessieren. Ich würde überhaupt gern wissen wie ihr mit dem neuen Bloglayout umgeht.

Ansonsten ist natürlich auch woanders noch viel passiert. Eric von Film-Gera hat wieder ein paar neue Episoden des Kinocast gemacht, von denen ich auch nicht so richtig weiß wie ich sie hier einfließen lassen soll. Außerdem war er auf der AMI Autoshow in Leipzig und hat von dort eine Sendung für den Autocast produziert. Mich interessieren solche Veranstaltungen nicht, weil es Marketing-Events sind und man von Verkäufern umgeben ist. Sich mit Verkäufern über ihre Produkte zu unterhalten ist nicht wirklich sinnvoll, denke ich. Dann lieber selbst testen.

Ich habe ein prima Thema für den nächsten Podcast. Der Gesprächspartner ist sehr kompetent, allerdings auch sehr beschäftigt. Mal sehen ob ich das nächste Woche hinkriege.

Ansonsten nehme ich immer meine Kamera mit um kurze Videos zu produzieren wenn sich eine Gelegenheit ergibt. Ich hab jetzt zum ersten Mal Leute für ein kurzes Interview angesprochen. Das war ja eigentlich auch mein Ziel. Nur wusste ich nicht wie sie reagieren würden. Die beiden Herren hatten überhaupt keine Scheu. Die kleine Kamera scheint in den Augen der Leute so unspektakulär zu sein, dass sie sie gar nicht wirklich wahrnehmen und sich ganz natürlich geben. Das freut mich riesig, weil die Videos dann auch besser werden.

Also schreibt mal was ihr so denkt, wie es euch geht und überhaupt.

Nicht vergessen: Es gibt auch ein Hörertelefon. 0365 257 6344

Ciao!

Radio-G 134 - Kultusminister

18. April 2008

Dr. Jens Goebel, der Thüringer Kultusminister, war in Gera zu Gast und ich habe ein Fernsehinterview mit ihm gemacht. Die Tonspur habe ich geklaut. Für euch.

Herr Goebel erklärt was “Kultus” bedeutet, definiert Thüringen, weicht meiner Frage nach den Schwächen unseren Bundeslandes aus, findet das Bildungssystem ganz in Ordnung, das Internet wichtig und das Kultusminister sein im Großen und Ganzen eine prima Sache.

Demnächst werden er und andere Regierungsmitglieder wohl auch Videos für das Internet produzieren, so wie es Angela vorgemacht hat.

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Musik:

The Ben Fowler Quintet - The Pilgrimage
Doug Macleod - Dubb’s talking Politicians Blues

Tragbare Maus

17. April 2008

Die Idee ist nicht neu, aber es scheint als ob Microsoft meint es besser zu können. Vor kurzem meldete das Unternehmen ein Patent an, dass sich mit der Technologie befasst.

Dieses spezielle Produkt wird an der Hand getragen und die Zeige- und Klickimpulse durch Beschleunigungssensoren und Magnetometer ausgeführt. Demnach scheint eine Berührung von Flächen gar nicht mehr notwendig zu sein.

Die Redakteure von Engadget messen diesem Produkt guten Vermarktungschancen bei. Durchaus möglich, da Microsoft auch in der Vergangenheit einen gewissen Erfolg mit Mäusen und Keyboards hatte.

Spenden, aber an wen?

16. April 2008

Ich würde gern etwas für hungernde Menschen tun, oder solche deren Familien unter den hohen Lebensmittelpreisen leiden. Eine Spendenaktion auf Radio-G, natürlich auch von mir.

Da werden sicher keine astronomischen Summen zusammen kommen, aber für ein paar Menschen wird es einen grundsätzlichen Unterschied machen, ob sie was zu essen bekommen oder nicht.

Mein Problem ist dass ich Hilfsorganisationen nicht über den Weg traue. Zu oft wurde in der Vergangenheit deutlich, dass ein großer Teil der Spenden entweder im Wasserkopf der Organisation hängen blieb, oder schlicht und ergreifend veruntreut wurde.

Ich will direkt an die Bedürftigen ran. Kennt jemand eine Möglichkeit das zu tun? Kennt jemand vielleicht sogar Bedürftige?

Update: Das soll nicht respektlos klingen, aber ich wenn ich von hungernden Menschen spreche, meine ich solche in Ländern wo es nichts zu essen gibt. Deutschland zählt nicht dazu.

Hasta la vista Espana!

14. April 2008

Letzter Abend in Lloret.

War gerade nebenan in einem recht exklusiven Restaurant und habe das letzte Abendbrot genossen, während draußen über dem Meer ein spektakulärer Regenbogen schien, vor dem auch noch Möwen umher flogen. Das lässt sich schwer übertreffen.

Am Nebentisch saßen 5 oder 6 Spanier die in ein Spiel vertieft waren dessen Steine an Dominos erinnern. Die Regeln des Spiels sind mir verborgen geblieben, aber es muss eine starke strategische Komponente geben.

Bemerkenswert finde ich dass Spanier kaum Alkohol trinken. Die Herren nebenan tranken nicht mal Wasser, sondern rauchten nur ab und zu. Fröhlich und überschwänglich waren sie trotzdem, auch ohne Alkohol.

Auf einem extra platzierten Beistelltisch lag eine Schweinekeule, bedeckt mit einem weißen Tuch. Sie war vollständig, inklusive Borsten und Huf. Es handelt sich um einen getrockneten Schinken. Nach Bedarf wird mit einem riesigen Messer etwas von dem Schinken abgeschnitten, in hauchdünnen Scheibchen. Das darf wohl nur der Chef selbst. Eine kleine Portion dieses Schinkens ist teurer als mein Hotelzimmer.

Ich selbst hatte einen Garnelencocktail und drei gefüllte Riesenravioli mit Meeresfrüchten, dazu ein Corona, Brot und Oliven.

Jetzt gehe ich nochmal an die Hotelbar und hole Lesestoff nach. Ist etwas zu kurz gekommen auf dieser Reise.

Das war’s aus Spanien. Danke fürs Mitlesen und bis bald in Deutschland.

Genug

13. April 2008

Ist wohl nur ein subjektiver Eindruck, aber ich glaube die Möglichkeiten dieses Ortes ausgeschöpft zu haben. Ich leide nicht unter Heimweh, aber das Bedürfnis nach Neuem wächst.

Wenn das Wasser warm genug zum Schwimmen wäre, sähe das schon ganz anders aus, aber man kann maximal im Sand rumliegen und ins Wasser schauen.

Wanderungen in alle verfügbaren Himmelsrichtungen habe ich unternommen. Meine kirschrote Nase trägt Zeugnis davon. Dieser französische Zinken ist für sonnige Witterung höchst ungeeignet. Für kalte Witterung übrigens ebenfalls. Auch dafür ein herzliches Merci an meine ergonomisch unausgereiften Vorfahren.

Die Küstengegend ist durchaus reizvoll und darüber hinaus recht sauber. Je weiter man sich ins Landesinnere bewegt, 200 Meter reichen völlig aus, desto vermüllter wird alles. Das Unreine gewinnt Oberhand, die Strassen werden zusehends schmutzig, die Architektur nachlässiger. Man wähnt sich in Mexiko. Kein Wunder das so viele Spanier die rausgeputzten Küstenstädte besuchen. Dort sehen sie wie sie ihr Land gern hätten.

Aber das ist ehrlicherweise nur eine Vermutung. Insofern grämt es mich sehr, dass meine Spanischkenntnisse nicht für tiefgründige Gespräche mit den Leuten hier ausreichen. Dementgegen beschränkt sich das englische und deutsche Vokabular der Einheimischen in der Regel auf Verkaufsargumente und die Namen von Speisen.

Es gibt ein Touristenbüro in der Stadt. Dort werde ich morgen mal aufschlagen und versuchen einen kompetenten Gesprächspartner zu finden.

Interessante Randnotiz: Öffentliche Telefone sieht man hier noch an jeder Ecke. Oft gleich 4 oder 6 an einer Stelle. Die Spanier machen auch starken Gebrauch davon. Könnte mit den Handypreisen zusammenhängen.

Podcast 133 - Costa Brava 2

13. April 2008

Im zweiten Teil meines Reisepodcasts von der spanischen Küste wird nur am Anfang moderiert.

Der Rest der Sendung ist ein sogenannter Soundseeing Podcast, besteht also aus Geräuschen die ich an verschiedenen Orten aufgezeichnet habe. Darunter die Promenade und der Strand.

Die Verwendung von Kopfhörern wird für das Anhören dieser Sendung dringend empfohlen. Über Lautsprecher ist es sicher nur halb so schön.

Vielen Dank fürs Zuhören und bis bald in Deutschland!

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Faszination

12. April 2008

Ich sitze im Restaurant. An der Wand vor mir ein Flachbildfernseher mit mindestens einem Meter Durchmesser. In der Stimme des Moderators schwingt Sensation.

Es läuft eine Reality Show des spanischen Fernsehens. Impacto Total oder so ähnlich. Tragische Unfälle, viel menschliches Leid. Momentan ist eine Szene von einem Bullreitwettbewerb zu sehen, vermutlich in Mexiko. Meine Kellnerin sitzt auf einem Barhocker und schaut gebannt.

Das Bild wackelt. Der Videofilmer ist etwas aufgeregt. Der Bullenreiter hält sich ganz gut auf dem Rücken des Bullen, verliert aber irgendwann das Gleichgewicht und entscheidet sich abzusteigen. Allerdings bleibt er mit den Füßen hängen und landet unter den Hinterhufen des Bullen, während dieser seinerseits versucht den Anhängling loszuwerden indem er auf ihm herum trampelt und ihn etwa eine Minute lang wie eine Puppe auf den Boden schlägt. Immer wieder.

Das der Reiter mittlerweile verschieden ist lässt sich schon allein daran erkennen, dass sein Kopf nicht mehr intakt ist. Angesichts dieses Bildes wendet sich meine Kellnerin mit einem Schaudern vom Fernseher ab und sagt auf spanisch dass sie sowas nicht sehen kann.

Kurz darauf schaut sie wieder gebannt auf den Bildschirm.

Die Überreste des Reiters werden von aufgeregten Männern in Cowboyhüten gerade auf die Ladefläche eines Pick-up Trucks verbracht.

Mein Essen ist fertig.

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