Podcast 136 - Trabant
29. April 2008
Ronny Enke von der Trabantvermietung Gera dreht mit mir eine Runde um die Stadt und erzählt dabei über die Idee von Rent a Pappe.
Vorher muss ich unter das Armaturenbrett abtauchen, weil sich Ronny und sein Partner draußen von einer Lokalreporterin fotografieren lassen.
Außerdem kommt noch eine Passantin und kommentiert fröhlich drauf los.
Die Perspektive von unten öffnet den Blick auf das spartanische Innenleben des Trabant. Ich beschließe Ronny nicht darauf hinzuweisen dass der Benzinhahn geschlossen ist.
Während der Fahrt fachsimpeln wir über die Motorengeräusche hinweg, Ronny erklärt mir das Geschäftsmodell der Vermietung, bezeichnet mich als alt und biegt dann rechtswidrig links ab. Ich dokumentiere dies auf Video.
24min, 20MB
Zweiundzwanzig
28. April 2008
Es scheint eine ganz bestimmte Temperatur zu geben bei der die Damenwelt den textilen Frühling ausruft.
Diese Temperatur ist heute erreicht. Das Fahrradfahren für Männer nimmt an Gefährlichkeit deutlich zu, denn ihr Aufmerksamkeitspotenzial wird nahezu vollständig ausgeschöpft durch den Versuch die offen zur Schau gestellte weibliche Anatomie zu erfassen und in diverse Fantasiegebilde einzubinden. Eine nicht geringe Anzahl von Beinahe-Unfällen, Zusammenstößen und Stürzen gründet sich auf dieser Tatsache. Grafikanwendungen sind halt sehr CPU-intensiv. Was soll man sagen?
Wirklich interessant wäre zu wissen mit welchem Ziel die Damen ihre Garderobe bei dieser Witterung aussuchen. Geht es ausschließlich um den praktischen Aspekt der Körpertemperaturregulierung? Einsparung von Wäsche vielleicht?
foto: ReneS
Ach nee!
27. April 2008
“Die Seele existiert auch nach dem Tod.” titelt die Welt online.
Hinter dem Artikel verbirgt sich ein neuer Trend unter Naturwissenschaftlern. Erkenntnisse der Quantenphysik lassen heute Schlussfolgerungen zu die noch vor wenigen Jahren erhebliche Konsequenzen für “ernsthafte Wissenschaftler” haben konnten. Ausschluss aus Gremien, Verlust des Arbeitsplatzes und natürlich Verunglimpfung und Verhöhnung in der Öffentlichkeit.
Wissen das schon seit Jahrzehnten die New Age Abteilungen der Buchläden dieser Welt füllt, gerät nun in den Fokus der Wissenschaft, die darin aber eher eine Brücke zur Religion zu sehen scheint. Zumindest legt dies der oben genannte Artikel nahe.
Der bemerkenswerteste Satz ist wohl der von Jeremy Hayward (Universität Cambridge) in welchem er sagt dass “…das Bewusstsein neben Raum, Zeit, Materie und Energie eines der Grundelemente der Welt sein könnte.” und “dass das menschliche Bewusstsein möglicherweise sogar grundlegender als Raum und Zeit sei.”
Die Frage die sich jetzt aufdrängt ist wohl: Was tun wir mit dieser Erkenntnis?
Trabbi fahren
26. April 2008
Bücherverkauf in der Goethegalerie Jena
26. April 2008
Das neue iPhone
26. April 2008
Engadget meldet “aus zuverlässigen Quellen” dass die zweite Version des iPhones nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Dafür spricht die Tatsache dass keine neuen iPhones der ersten Generation mehr hergestellt und die Restposten verbilligt abverkauft werden.
Laut Endgadget wird die neue Version etwa die gleiche Größe haben wie ihr Vorgänger, aber etwas dicker sein. Außerdem sollen UMTS und GPS jetzt zum Standard gehören. Die Rückseite soll nicht mehr aus Metall bestehen, sondern aus Plastik. Leider wird die Batterie auch diesmal wieder fest verbaut sein.
Wichtig!
26. April 2008
Nach welchen Gesichtspunkten wird bei der Ostthüringer Zeitung eigentlich die Titelstory auf Seite 1 vergeben?
“Richterin” Barbara Salesch? Nur weil sie in Jena eine blöde Gerichtsverhandlung mit noch blöderen Jurastudenten nachstellt?
Es kann natürlich auch sein dass die OTZ ihre Zielgruppe sehr genau kennt und die Titelseite dementsprechend aufbaut. Dann will ich nichts gesagt haben und verneige mich vor der Sachkunde des Redaktionsteams.
Podcast 135 - Frühlingstalk in Leipzig
26. April 2008
Henning Bulka und ich sitzen auf der Aussichtsplattform des City-Hochhauses in Leipzig und reden über:
- Das Wetter (schön und vier Achtel)
- Peter Sodann als Mensch (schwierig)
- Prominente im Allgemeinen
- Interviews
- Jörg Kachelmann
- Kopfhörer
- Schlafstellungen
- Grablagen von früher
- Moorleichen generell
- Ranga Yogeshwar als Moorleiche (wann endlich?)
- No Agenda, Adam Curry und John C. Dvorak
- Slawische Namen
- Podcast-Themen
- Die Durchscheinfähigkeit der Frühlingssonne
- Haarschwund
- Coole und uncoole Glatzenfrisuren
Eure Audiokommentare: 0365 257 6344
Thank you Larry!
24. April 2008
Hätte nicht gedacht dass es so schnell passieren würde, aber ein Podcast wird halt von Menschen gemacht und Menschen sterben.
So auch Larry Hertzog, TV-Produzent und Co-Moderator des Talk-Podcasts “Drinks with Larry and Lauren”.
Larry und Lauren haben es auf 99 Sendungen gebracht, von denen ich jede einzelne gehört habe. Plötzlich war Schluss. Niemand wollte genau sagen warum und eben habe ich die Neuigkeiten im Forum zum Podcast gelesen.
Larry war schon seit Wochen im Krankenhaus, Krebs offenbar. Am 19. April ist er gestorben.
Auf diesem Wege möchte ich dir danken, Larry. Die Show war hervorragend, hoch-philosophisch und hat mich inspiriert, in mannigfacher Hinsicht.
Was immer du jetzt treibst: Alles Gute!
Und stell die Drinks kalt. Denn wenn ich komme, wird gepodcastet.
Promistunde
24. April 2008
Cafe Mephisto Leipzig. Die Sonne scheint.
Ich trinke Milchkaffee als hätte ich nie was anderes getrunken. Draußen vorm Cafe sitzt Peter Sodann mit einer Horde Fotografen die ab und zu aufstehen und ihn ablichten. Einer von ihnen benutzt sogar noch eine alte Nikon Filmkamera.
Ich vermute es geht um Sodanns neues Buch, denn das liegt vor ihm auf dem Tisch. Worüber sie reden kann ich nicht hören.
Irgendwann scheint es vorbei zu sein, alle stehen auf. Ein letztes Foto. Dann geht der Chefkellner und wahrscheinlich Eigentümer des Mephisto raus und bittet um eine Autogrammkarte und ein Foto mit sich selbst und dem Tatort-Kommissar.
Sodann sieht nicht besonders glücklich aus. Sein Gesicht wirkt angespannt. Er will eigentlich nur weg hier und wenn die noch so ein paar dämliche Knipsbilder machen dann FLIPPT er aus. Das scheint sein Naturell zu sein: Immer kurz vorm sächsisch motzen. Ich muss ihn wirklich mal interviewen.










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