Nach dem großen Vorbild

22. November 2007

Es reicht nicht wenn einer was Dummes tut. Jetzt machen wir es auch noch nach.

Bald sollen auch in der EU Fingerabdrücke von Einreisenden genommen werden.

Reinheit und Genuss

21. November 2007

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Foto: Joi

Ich war heute in einem richtigen Teeladen, wo man auch Tee trinken kann für unglaublich günstige 80 Cent pro Tasse. Ich hatte einen schwarzen Coconut irgendwas und war sehr erstaunt über den weichen, wunderbaren Geschmack.

Was sie denn für Wasser verwenden, wollte ich wissen und da sagte die Verkäuferin: “Normales Leitungswasser”.

Sie hätte genauso gut sagen können, dass sie das Zeug speziell aus Nepal einfliegen. Ich hätte es geglaubt.

Passend dazu lese ich gerade einen Artikel aus einem amerikanischen Magazin, das Rene mir aus Boston mitgebracht hat. Darin geht es um den Hype der seit Jahrzehnten mit abgefülltem Wasser betrieben wird, welches wohl in vielen Fällen ordinäres Leitungswasser sei. Jedenfalls in Amerika.

Ich habe gewisse Bedenken gegenüber Leitungswasser, aber welchen Vorteil Brunnenwässer nun genau haben, weiß ich auch nicht. Viele schwören drauf und ich weiß, dass eine große, bayerische Brauerei eigene Brunnen betreibt, deren Wasser 10.000 Jahre alt sein soll.

Egal wie, ich hab jetzt Lust auf Tee, mit einer richtigen Zeremonie, losem Tee auf dessen Blättern die Initialen des Erntehelfers in komplizierter Handschrift vermerkt wurden. Ich möchte in ganz kleinen Schlückchen trinken, voller Andacht, während eine überschminkte Frau im Kimono ein kleines Glöckchen anschlägt.

Leider fehlen mir die Komparsen. Es fehlt genau genommen sogar der Tee. Aber den werde ich morgen kaufen, in dem kleinen Teeladen.

Zoom H2

21. November 2007

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Foto: NathanaelB

Vor einigen Tagen hatte ich das Zoom H2 Aufnahmegerät zum Test im Studio. Das H2 kostet etwa 200 Euro und ist somit für Podcaster sehr interessant.

Ich werde hier keinen kompletten Testbericht abgeben, aber ein paar Beobachtungen schildern.

Das Gehäuse besteht aus Plastik und ist somit sehr leicht. Das trägt nicht zum Produktvertrauen bei, aber durchaus zum Tragekomfort. Die Stromversorgung wird von zwei AA Batterien übernommen, die ein Fach im Gehäuse haben, alternativ durch ein externes Netzteil.

Vier Mikrofone sind fest verbaut und vergittert. Diese lassen sich separat ansteuern, sodass man zwischen Stereophonie und Quadrophonie wählen kann. Die Klangqualität ist bei richtigter Pegeleinstellung sehr gut. Nachteilig fällt auf, dass Wind/Atemgeräusche deutlich registriert werden. Das H2 wird zwar mit einem separaten Schaum-Plopschutz ausgeliefert. Dieser ist jedoch nicht sehr effektiv. Ich konnte mühelos durch ihn hindurch blasen. Es kann übrigens auch ein externes Mikrofon angeschlossen werden.

Die Digitalanzeige des Gerätes ist sehr klein geraten, ebenso die Bedienknöpfe. Die Menüführung ist als verwirrend zu bezeichnen. Ohne das Bedienerhandbuch (englisch oder japanisch) ist nichts zu holen.

Sehr lobenswert ist die Zusatzausstattung. Obwohl sehr simpel, sind der Aufstellfuß und der anschraubbare Mikrofonarm sehr praktische Helfer für den Einsatz.

Gesamteindruck:

Wenn man die wichtigsten Grundeinstellungen vorgenommen und sich an die eigenwillige Bedienung gewöhnt hat, kann man sich durchaus mit dem H2 anfreunden. Am Ende geht es um den Klang den der Hörer wahrnimmt und in dieser Kategorie schneidet das Gerät gut ab. Für ernsthafte Podcaster jedenfalls sind die 200 Euro gut angelegt.

Einen umfassenderen Testbericht gibt es hier.

Zur kleinen Portion

21. November 2007

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foto: emdot

Ich frage mich gerade wie man sich in der deutschen Öffentlichkeit am besten versorgt, wenn man nur ganz wenig essen will. In einer typischen Innenstadt zum Beispiel. Wo geht man hin?

Das Kleinste was mir einfällt, sind kleine Pommes bei ihr wisst schon wem und kalorienbewusst ist das nicht gerade. Sonst bekommt man doch nur diese Riesenteller, egal wo man hingeht. Wenn man in solchen Établissements um Verschonung bittet, ist die hochgezogene Augenbraue nich weit. Der ist wohl geizig, denken sie. Oder obdachlos!

Daher hier wieder eine der berüchtigten Radio-G Geschäftsideen, gratis wie immer: Ein Geschäft in dem es von allem nur ganz kleine Portionen gibt, dafür aber mit großer Auswahl und entsprechenden Preisen.

Für das Kundensegment jenseits der 30 bestimmt sehr interessant.

Bewegung im Markt

20. November 2007

Es scheint als lohne sich das Warten auf ein iPhone ohne T-mobile Zwangsvertrag.

Vodafone hat den ersten Schuss vor den Bug des bisher einzigen Anbieters gesetzt. Nicht uneigennützig versteht sich, aber mit positiven Auswirkungen für mögliche Käufer.

Webmontag Jena Nachlese

20. November 2007

War jemand von euch auf dem Webmontag?

Ich würde gern jemanden dazu ausquetschen, am Telefon, für den nächsten Podcast.

Danke!

Geyiggt

20. November 2007

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Das Interview mit Robert Basic hat es auf den deutschen Digg-Clone “Yigg” geschafft.

Ich habe allerdings keine Vorstellung von der Signifikanz dieser Tatsache. Wahrscheinlich hat es nicht viel zu bedeuten. Aber freuen tu ich mich trotzdem.

Woher komme ich?

20. November 2007

Bei Verwandt.de kann man unter anderem heraus finden, wie der eigene Nachname im Bundesgebiet verteilt ist.

Man glaubt es nicht, aber es gibt tatsächlich Menschen, die “Nudel” heißen.

Familienstammbaum anlegen bei verwandt.de
Karte zum Namen Nudel
Verteilung des Nachnamens Nudel

Die Herkunft deines Namens?

“Normalität”

20. November 2007

Leider nur in englisch, aber sehr interessant. Die New York Times berichtet über Fälle von scheinbar langsam zurück kehrender Normalität in Baghdad. Mit Fotos und Videos.

Hase und Blackberry

20. November 2007

Erst vorhin in der Straßenbahn ist mir wieder deutlich aufgefallen, wie groß die Diskrepanz zwischen der Schnelligkeit unserer Kommunikation zu jener unserer Fortbewegung geworden ist.

Während SMS und E-Mail nahezu in Echtzeit das zukünftige Geschehen planen, karren wir unsere phyischen Körper mühsam und zäh von A nach B. Dazwischen: Tote Zeit. Zeit in der höchstens Neues geplant werden kann, diesmal für Ort C. Aber mit etwas Puffer bitte, denn wir sind schließlich noch auf dem Weg nach B. Und wer weiß wie lange das noch dauert.

Wir eilen uns selbst voraus und holen uns doch nie ein. Fernmündlich können wir an mehreren Orten gleichzeitig sein, faktisch doch nur an einem. Meistens dort wo wir gerade nicht gebraucht werden.

Das lässt den Schluss zu, dass wir entweder schneller reisen, oder unsere physische Anwesenheit an anderen Orten simulieren müssten.

Stattdessen bauen wir immer futuristischer anmutende Automobile, die genau besehen doch nur auf eine über hundert Jahre alte Antriebstechnologie zurückgreifen und eine ebenso antiquierte Infrastruktur nutzen, wenn auch mit kosmetischen Verbesserungen.

Man sollte meinen, dass das schon anderen Menschen aufgefallen ist, aber die wahren Neuerungen sind bisher konsequent ausgeblieben.

Solche Gedanken kommen einem unwillkürlich in der Straßenbahn. Auf dem Weg nach B.

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