Redundante Verneinung

28. Februar 2007

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photo: dirk1812

Ich wollte euch heute einen Film über die aussterbende Spezies des Paternosters kredenzen. In dieser Stadt gibt es nämlich noch einen solchen, in einem Behördenhaus.

An der Pförtnerei, ebenfalls vom Aussterben bedroht, fragte ich zwei grauhaarige Sicherheitsmenschen in dunkelblauen Uniformen, ob es den besagten Paternoster noch gebe, was sie nicht nur bejahten, sondern mir diesen auch zeigten.

Als ich die Kamera heraus kramte, um dieses wichtige Zeitdokument anzufertigen, war es mit der Freundlichkeit vorbei.
“Filme machen dürfen Sie nicht. Fotografieren auch nicht.”
“Und warum nicht?”
“Sie dürfen es nicht?”
“Kann ich jemand anderen fragen um eine Erlaubis zu bekommen?”
“Nein, können Sie nicht.”
“Warum nicht?”
“Das geht nicht.”

Ich hätte dieses Spiel gern noch eine Weile weiter gespielt, aber ich weiß wohin es führt und insofern gab ich nach, um wenigstens noch mit dem antiquierten Gerät fahren zu dürfen.

Es war schön. Ich bin natürlich drin geblieben während der Umlenkung. Aber als ich auf der anderen Seite wieder hinunter kam, stand schon ein Hausmeister da und sagte er wolle mal schauen wer da spielt.

Wovor haben die eigentlich Angst? Vielleicht das ein fehlgeleiteter Mensch in diese schöne, aber politisch und auch anderweitig völlig unbedeutende Stadt kommt mit der einzigen Intention diesen blöden DDR-Fahrstuhl in die Luft zu jagen oder Geheimnisse seiner Konstruktion an die Russen zu verraten?

Ich finde es ist Zeit für eine Entspannung auf dem Gebiet des eingebildeten Terrorismus.

Anna von IKEA gibt Auskunft

25. Februar 2007

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…und Henning leidet.

Wunderbar!

Overdose

25. Februar 2007

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Irgendjemand sollte eine Nachrichtenwebseite aufmachen, auf der nur Positives zu lesen ist, als Gegenpol sozusagen.

Radio-G Podcast #74

23. Februar 2007

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Zuerst erzählt uns Horst Schlämmer was er eigentlich in Grevenbroich macht und dann spreche ich mit dem Bodypainter Lothar Pötzl über das Anmalen nackter Frauen.

Download

Music:

Collin Raye - Hurrican Jane
Laura Clapp - Hey Hey Sister

Theater

23. Februar 2007

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photo: Michael Sonntag

Gestern wurde das restaurierte Geraer Theater schon mal Probe angestrahlt. Im April ist Eröffnung.

Zeit zum Lesen

22. Februar 2007

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photo: Robert Brook

Der Zeitungsständer im Presseladen quietscht beim Drehen, was wohl daran liegen mag dass er alt ist und schon sozialistische Druckerzeugnisse festhalten musste, damit sie ihm nicht vom lechzenden Mauervolk aus den metallenen Händen gerissen wurden. Womöglich braucht er eine Ölung. Vielleicht liegt es aber auch einfach am Gewicht. FAZ, Süddeutsche, Bild, diverse Anzeiger und Tagblätter. Es ist einfach zu viel. Papier ist schwer.

Ich kaufe ab und zu eine große Tageszeitung. Die Titel wechseln. Manchmal ist es die FAZ, manchmal die Süddeutsche und im Notfall auch mal ein Blatt der Region in der ich mich gerade befinde. Allerorten gleich bleibt meine Enttäuschung über die Sinnhaftigkeit des Kaufes, weil ich es nie schaffe mehr als fünf oder sechs Artikel aufmerksam zu lesen. Es ist einfach nicht zu bewältigen. Beim Feuilleton der FAZ komme ich gerade so durch, aber den Rest der Zeitung habe ich gar nicht angeschaut. Wer soll das alles lesen? Und wann? Viel beschäftigte Megamanager haben dafür keine Zeit. Trotzdem werden sie als Zeitung lesende Intellektuelle in Flughäfen porträtiert. Glauben Sie nicht? Kaufen Sie mal ein Managermagazin.

Überdies kauft man ja gar keine Zeitung, sondern ein Buch. Ich verstehe nicht wie manche Menschen mehrere solcher Zeitungen an einem Tag konsumieren können. Wie machen die das? Es kann sich unmöglich bei all diesen Menschen um Speedreader handeln. Und selbst wenn, macht es denn Sinn Zeitungsartikel quer zu lesen? Wieviel Information geht dabei verloren? Und selbst wenn keine Information verloren ginge, wer sollte sie speichern?

Dabei stellt sich natürlich die Frage mit welchem Anspruch der Leser liest und mit welchem Anspruch der Redakteur schreibt. Geht es wirklich um Information oder doch mehr um Unterhaltung? Oder beides?

Also was ich eigentlich wissen will: Liest irgendjemand eine Zeitung komplett durch?

Der letzte von mir am Flughafen gekaufte Infobrocken der FAZ am Sonntag liegt mit dem „entzauberten Chrysler-Zetzsche“ nach oben in der Ecke und sammelt Staub. Aber es sieht hochgradig kosmopolitan aus.

Eine Frage der Perspektive

21. Februar 2007

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Ich hatte vor einiger Zeit einen Artikel über das umstrittene “Wahrzeichen” Geras geschrieben und dazu vor kurzem einen Kommentar erhalten, den ich euch - und zwar besonders den Geraern - nicht vorenthalten wollte.

Interessant! Ich bin an Gera vorbeigefahren. Ich habe die drei Türme gesehen und ich bin von der Autobahn abgefahren um mir Gera mal anzusehen. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen! Sehr viele, teils liebevoll restaurierte Gebäude. Interessante Strassenbilders (z.B. Die Friedrich-Engels-Straße gehört meines Erachtes komplett unter Denkmalschutz), gut umgestaltete Plattensiedlungen in Lusan und Schritte in die Moderne am Banhof und in den Zufahrten.

Ich bin einen Tag später weitergefahren nach München. Zur BUGA komme ich gerne noch mal wieder. Ich würde mir wünschen da die drei Türme dann weg sind. Sie sind einfach nicht schön. Sie haben mir etwas versprochen, was die Stadt nicht gehalten hat. Gott sei Dank!

Gera hat viel mehr zu bieten als man vermutet. Die Schornsteine stehen für das was man fälschlich vermutet. Tut Euch einen Gefallen - findet ein anderes Wahrzeichen und reisst die wirklich hässlichen Essen ab.
LG aus München

Studio

20. Februar 2007

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photo: adam curry

Das Radio-G Studio?

Schön wär’s. Nein, dieses Schmuckstück gehört dem Podfather selbst und befindet sich in seinem neuen Haus, südlich von London.

Aber es ist definitiv eine angenehme Inspiration für mein zukünftiges Domizil. Die Heizkörper sehen bei mir schon ganz ähnlich aus.

Emo

19. Februar 2007

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photo: Malachi Lopez

Wer Teenager in seinem Leben hat oder selbst einer ist, wird irgendwann mit dem Begriff “Emo” konfrontiert.

So unterschiedlich und umstritten die Definitionsbemühungen zu diesem Thema sein mögen, Wikipedia nähert sich ihm in der gewohnt gefühlsarmen Wissenschaftlichkeit einer deutschen Bedienungsanleitung:

Emo bezeichnet ein Subgenre oder eine Abspaltung der Hardcore-Punk-Szene. Ursprünglich war Emo lediglich eine Abkürzung für Emocore oder Emotional Hardcore, inzwischen aber hat sich die ursprüngliche Emocoreszene in unterschiedliche Richtungen entwickelt.

Wo Punk und Hardcore in der Regel bestimmte politische bzw. gesellschaftliche Missstände behandeln, beziehen sich die Texte im Bereich Emo mehr auf die von Depressionen und Selbstmitleid geprägte Gefühlswelt des Sängers oder Komponisten. Dies spiegeln auch die Musik und der Gesang selbst wieder, die im Vergleich zum klassischen Punk und Hardcore wesentlich emotionaler sind.

Es geht noch weiter…

Ich persönlich bezweifle, dass die Mehrheit der Emo-Befürworter sich dieser Fakten bewusst ist, sondern den Grund ihrer Anhängerschaft mit dem ebenfalls schwer fassbaren Begriff “Cool” subsummiert.

Übrigens hat Wikipedia auch hierfür eine Definition.

Radio-G Podcast #73

17. Februar 2007

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Ich will endlich einen schönen Jingle, bin neidisch auf Adam Curry, Henning Bulka will zum Webmontag kommen und ich geb einen aus. Die Kreativitätskrise der letzten Tage geht zu Ende und macht Platz für ein neues Hoch, sponsored by Tierpark, Affenbaum und The Secret.
Der Wankelmut deutscher Wettervorhersagen treibt mich in die Arme von Ryan Air und nach Barcelona. Radio-G ist schon wieder in den Charts und ich hätte es beinahe verpasst. Danke!

Download

Music:

Brother Love – There she goes
Nice Peter – Bush Song
Stefanie Harger – Black Coffee
Pete Hopkins - Become

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