Podcast Nummer 67

31. Dezember 2006

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Dies ist der letzte Podcast des Jahres 2006. Vielen Dank an alle Leser und Hörer für ein aufregendes Jahr!

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Heute kommt ein Café-Podcast mit Rene aus Jena.

Rene spricht über die Ausstellung „Körperwelten“ von Gunter von Hagen, die er in Bosten besucht hat. Danach kommen wir über Renes atheistisches Weltbild auf Religion zu sprechen. Als sei das noch nicht genug, gleiten wir ab zur NASA, dem Urknall und nicht biologischen Lebensformen im Rest des Universums.

Ich erzähle von meiner Odyssee durch Jenaer Cafes auf der Suche nach einem ruhigen Ambiente und den Gesichtsausdrücken der Betreiber dieser Lokalitäten nach der Äußerung meines Ansinnens.

Danach geht es um das kreative Weiterverschenken von mittlerweile uncoolen Gadgets an die jeweils ältere Generation.

Rene fragt mich nach Neuigkeiten aus Deutschland und mir fällt nur die Äußerung von Herrn Beck in Wiesbaden gegenüber einem Arbeitslosen ein. Dies öffnet, wie könnte es anders sein, die Schachtel der Pandora und darüber hinaus ein umfangreiches Thema.

Andere wichtige Fragen der Menschheit, welche in dieser Sendung beantwortet werden:

- Kann man sich mit einem Schlauchboot aus einem abstürzenden Flugzeug retten?
- Kann man unter Wasser erschossen werden?
- Kann man Bier in der Wüste kühlen, indem man es anzündet?

Music:

Geoff Smith - Not on the Radio

Radio-G on the Air

30. Dezember 2006

micSamstagabend. Trackback auf Fritz.
Ich hör jetzt schon seit einer Stunde zu. Mittlerweile reden Johnny Häusler und Sascha Lobo über die Professionalisierung von Blogs. Es geht eigentlich um alles. Außer um mich. Verdammt!

Schon vor Tagen hatte ich zwei von mir gelesene Texte an Johnny geschickt in der Hoffnung er würde zumindest einen davon spielen. Das zusammen mit der Platzierung von Radio-G in den Podcast-Charts sollte zu einer Explosion, wenn auch kurzfristig, führen, welche dann wiederum in eine echte Professionalisierung meines Blogs und Podcasts münden könnte. Und da sind wir doch beim Thema.

So denken Profi-Blogger! mein lieber Johnny. Zumindest glauben Sie so denken zu müssen.

Ein Jahr des Schreibens und Lesens liegen hinter mir und dem ständig wachsenden aber dennoch überschaubar verbleibenden Radio-G Publikum. Ein Jahr mehr oder minder sinnfreier, unterhaltsamer Texte und Podcastsendungen. Man muss sich ja immer was Neues ausdenken um nicht durch das Raster der Gleichgültigkeit zu fallen.

“Ihr könnte auch im Studio anrufen!” sagt Johnny und ich denke nach. Jemand mit einem Mobiltelefon macht den Anfang. Es kratzt, es flattert, die Verbindung ist schlecht. Ich kann Johnnys Finger über den Regler schweben hören, der gleich den Anrufer wegschieben wird.

Na dann! Wo ist jetzt diese Nummer. Das letzte Mal hab ich bei Kuttner angerufen, aber das ist lange her. 0331 irgendwas…

Ah! Hier isse. Eingetippt das Ding, es tutet und jemand den ich nicht kenne hebt ab. “Ja wer bist du denn?” “Und du willst sicher in der Sendung mit diskutieren?” Der Mann ist Hellseher, ganz klar.

Am Ende der Freundlichkeitsschleife doch noch eine deutsche Befehlsfrage: “Stadt und Alter?”

Danach werde ich direkt ins Studio geschaltet und nach ein paar Sekunden geht Johnny tatsächlich ans Telefon, sagt meinen Namen und dann bin ich einfach dran.

Dieses nervöse Beben welches Adrenalin im Körper verursacht bemächtigt sich meiner auch diesmal und wird es wohl jedes weitere Mal tun. Ist das der Druck der Öffentlichkeit oder der Selbstdruck, von dem man meint es wäre der Druck der Öffentlichkeit?

Andererseits hat mich ein Jahr der Rampensauerei so konditioniert, dass ich solchen Situationen jetzt vergleichsweise unaufgeregt begegne. Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin etwas halbwegs Profundes zu sagen.

Es gelingt leidlich und da wo ich nicht weiter weiß, stelle ich einfach Gegenfragen. Das habe ich so gesehen bei Podiumsdiskussionen und Sabine Christiansen. Am Ende werden etwa 15 Minuten Gespräch daraus und es macht richtig Spaß.

Nachdem der Hörer wieder auf dem Apparat liegt, lässt das Zittern langsam nach und weicht einer seltsamen Freude. Der Freude dabei gewesen zu sein, Audiogeschichte mitgeschrieben zu haben und sich viel zu wichtig zu nehmen. Wenigstens für ein paar Minuten.

Immer wieder schön

30. Dezember 2006

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Heute wieder mal Jena.

Was ich dort gemacht habe könnt ihr im morgigen (eigentlich heutigen), na jedenfalls sonnabendlichen Podcast hören.

Auf der Radio-G Flickr Seite gibt es übrigens neue Bilder.

Fingerjucken

28. Dezember 2006

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So ein Ding wollte ich schon immer haben und heute hätte ich es haben können.

Aber ich hatte Angst dass ich nie wieder aufstehen würde, weil es einfach zu bequem wäre.

Super!

26. Dezember 2006

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Na das ist doch mal ein schönes Weihnachtsgeschenk!

Radio-G ist in die Top-20 der Podcast-Charts bei Trackback eingezogen. Vielen Dank an alle, die bei “Wählen” geklickt haben, denn nur so war es überhaupt möglich.

Wer diesen Podcast noch weiter oben in der Liste sehen möchte, kann hier seine Stimme abgeben.

Danke!

Frohes Fest

24. Dezember 2006

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…allen Hörern und Lesern von Radio-G!

Last Minute Geschenk

24. Dezember 2006

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Wer sich bisher noch nicht entscheiden konnte, dem sei dieses geistreiche Geschenk anempfohlen.
Schottischer Whisky von 1983. Kostenpunkt €160.

Etwas torfig im Abgang, aber sonst ganz groß.

Heute gefunden im Whiskyladen der Späthepassage.

Instant Gratification

21. Dezember 2006

Nein, das ist keine neue Nescafe Kreation. Aber schnell ist sie wohl, die Sucht nach der sofortigen Befriedigung. Und gestern hatte ich ein “High”.

Ein neues Gadget musste her. Kameraobjektiv diesmal. Ich war in der Stimmung, das Internet bereit, die Kreditkarte schnalzte auf den Tisch wie in der Fernsehwerbung aus den Achtzigern und kapitalistisch konditionierte Hormone schossen durch meine Blutbahn.

Erst mal vernünftig, cool bleiben, besten Preis suchen.
Da ist es billig, aber die nehmen keine Kreditkarten, nur Vorkasse, dauert ewig. Der lokale Händler hat das Teil, aber nur als Demo und dafür will er mehr Geld als der unverschämteste Internetvertrieb.

fz

Ah, Amazon macht’s. Der Preis ist hoch, aber es ist auf Lager, Kreditkarte kein Thema, gerne doch, Versand gratis. Standardpost, drei bis vier Tage. Mist, das ist zu lang. Und genau jetzt kommt das “Instant” ins Spiel: Overnight mit DHL. Zustellung bis 12.00 Uhr am nächsten Tag. Kostet 13 Euro extra.

Kurz überlegt, doch auch dies eher pro forma. Denn eigentlich ist klar. Ich brauch meine Dröhnung.

“Klick” macht die Maus, die Bestellung ist weg und die Kettenreaktion, die ICH in Gang gesetzt habe nimmt ihren Lauf. Das bislang virtuelle wird fassbar. Jemand in einem Lager sucht nach meinem Objektiv, findet es, verpackt es, klebt ein Etikett drauf und gibt es einem Fahrer. Der brettert wie ein Besessener zum Flughafen. Eigentlich bräuchte er eine Polizeieskorte.

Am DHL-Terminal wandert das Objektiv noch durch ein paar Hände und dann geht es hinaus aufs Rollfeld. Der orange Schein der Flutlichter, leichter Regen, der Geruch von Kerosin, das Pfeifen der Turbinen. Die große Welt.

“Wind 220, 14 Knots, Cleared for Take-off, Runway 25 Right”. Und ab geht’s in die Wolken. Der Flug dauert 45 Minuten, Landung im Nebel. Der DHL-Truck auf dem Vorfeld wartet schon.

Irgendwas surrt hier. Na ja…
Das surrt schon wieder. Ahhh! Die Türklingel, das Paket, mein Objektiv. Raus aus dem Bett, zur Wechselsprechanlage gehechtet. Das der bloß nicht wieder weg fährt. Wäre ja Blödsinn. Ein Weckruf für 13 Euro.

Der Bote ist eine Botin. Auch nich schlecht. Sie ist gehetzt, genervt, will nur meine Unterschrift, steht kurz vorm Kollaps. Wie Expressmenschen so sind.

Die Schachtel ist hellbraun, Strichcodes, kryptische Zahlenreihen und dazwischen ein Reißverschluss. Den betätige ich zitternd und da ist es, mein Objektiv. Die Hormone sprudeln nochmal kurz und dann wird es ruhiger. Es ist da, es gehört mir, das Geld ist weg, das Leben geht weiter.
Scheiße ja, aber auch schön. Ich habe was verändert in der Welt, habe vielen Menschen Arbeit gegeben und fossile Rohstoffe verbrannt und den ganzen verrückten Laden am Laufen gehalten. Einfach so, weil es geht.


Auf vielfachen Wunsch gibt es hier die Audiofassung des obigen Artikels zum Anhören und herunterladen:

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Spiel auf Bewährung

21. Dezember 2006

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Quelle: Sony Pictures

“Spiel auf Bewährung” lief heute in der Überraschungspremiere des UCI.
Jugendknast L.A., harte Jungs, Gewalt, große Egos die doch klein sind. Vorn dran Porter, der nach einem Weg sucht die Bande auf Kurs zu bringen. Er entscheidet sich für eine Football-Mannschaft.

Erst geht alles schief, bis aus dem Haufen ein Team wird. Dann ist der Siegeszug - von kleinen politischen Korrektheiten abgesehen - nicht mehr aufzuhalten.

Ein großes Budget kann der Film nicht gehabt haben, aber der Mammutanteil scheint für die herz-zerreißende Filmmusik drauf gegangen zu sein, die dann auch in den richtigen Momenten die fast zurückgehaltene Träne doch noch rollen lässt.

Fazit: Sister Act 2. Ohne Singen, dafür mit Football. Woopie ist jetzt groß, muskulös und hört auf den Namen “Coach”. Die Kinder benehmen sich noch schlechter als sonst.

Sehenswert?
Durchaus. Aber nicht zu viel erwarten.

Warum III

21. Dezember 2006

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photo: Julie K

Y2K kennt man.
Aber was ist dieses YKK auf den Reißverschlüssen unserer Hosen, Jacken, Taschen usw?

Heute bei Yahoo gefunden:

YKK stands for Yoshida Kogyo Kabushikikaisha (Translated into english as “Yoshida Company Ltd”). It was named after Mr. Tadao Yoshida, who founded YKK in japan as a manufacturing co in 1934. The brand name is also the company name today : YKK Corporation.
The Company manufactures Fastening Products (zippers, buttons, plastic buckles etc), Architectural products (storefront entrances, windows, doors etc) and machinery and engineering.

Und wieder was gelernt.

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