Nicht kreativ, aber trotzdem: Pause

6. November 2006

Sorry für die Leere auf dem Blog.

Vor ein paar Tagen begann mein PC mit einer spontanen Selbstverbrennung. Von innen nach außen. Um diesem Prozess Einhalt zu gebieten, habe ich - in die synthetischsten Leiterplattendämpfe gehüllt - eilig Daten gesichert und dann schnell den Stecker gezogen.

Denselben Stecker habe ich dann in einen brandneuen ACER PC gesteckt, welcher den unglaublichen Anforderungen der Blogger und Podcasterwelt schon nach zwei Tagen erlag und heute Platz machte für einen Vertreter der Oberklasse, leider auch preislich, wo der Name schon aussagt, dass man sich drauf verlassen kann.

Nach der nunmehr zweiten Installations-Session bin ich wieder ein vollständiger Mensch. Fühl mich auch schon wieder besser. Unglaublich was ein Netz- und Datenentzug so alles mit einem macht. Und es gibt ja nicht mal eine Ersatzdroge.

Ich freu mich. Ehrlich.

4. November 2006

Für manchen mag es nur eine Straßenbahn sein. Aber wer heute bei der Eröffnung der Stadtbahnlinie 1 in Gera dabei war, konnte spüren wie groß die Bedeutung dieser Bahn für Gera und seine Menschen sein wird.

In der Heinrichstraße ist auch sonst viel los. Heute lag - für mich zum ersten mal - ein Hauch von Großstadt über dem Platz und ich habe ehrlichen Stolz für diesen Ort empfunden. Kein rationaler Stolz auf Vergangenes, die alte Zeit, früher als alles noch viel bess…

Nein, Stolz auf das was Gera heute ist und morgen sein wird. Ein Gefühl eben. Und ein positives. Auch das ein Novum.

Übrigens: Fotos und noch einen Film gibt es hier.

Podcast Nummer 56

4. November 2006

kanitz.jpg

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Philosophischer Klatsch- und Welterklärungspodcast aus dem Café Kanitz in Gera

Stargast und Co-Moderator: Michael Sonntag

- Wenn Menschen nach Norden hin lockerer werden, wie ist es dann südlich vom Äquator?
- Micha möchte unbedingt zur Antarktis
- Chinesische Vietnamesen, Pflaumenwein und sonderbare Gäste
- Bratwurst und Sauerkraut Pizza
- Theater-Special, hinter den Kulissen
- Schauspieler, Musiker und Alkohol
- Pleiten, Pech und Pannen
- Narzistische Qualitätsanalyse des letztes Podcasts
- Fruchtschnaps und die Kirschzersetzfähigkeit von Wodka
- Sonntage sind hochdeprimierend - außer für Herrn Sonntag.
Er liebt sie.
- Noch 6 Monate (uahhhhhhhhhhhhhh!!!)
- Das seelische Innenleben eines Radio-Moderators
- Gibt es wirklich reiche Menschen?

Music:

Brian McRae - July Moon

Zu früh

3. November 2006

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photo: Winstanovich

Es ist kalt. Zwei Grad. Kalt genug um Handschuhe zu tragen. Das habe ich heute getan. Weil ich ohnehin eine Frostbeule bin und viel lieber schwitze als friere.

In der Fussgängerzone liefen lauter Menschen umher mit Händen in den Hosentaschen, Händen in die Jackenärmel zurückgezogen. Hände irgendwie versteckt jedenfalls, aber kaum jemand mit Handschuhen.

Ich hab dann mit ein paar Leuten gesprochen und die einhellige Meinung war es sei noch zu früh für Handschuhe.

Zu früh?

Ich dachte immer die Entscheidungsgrundlage zum Anlegen von warmer Kleidung sei die Außentemperatur und nicht die Jahreszeit?

Soll ich bei 10 Grad mit einem dünnen T-Shirt und kurzen Hosen bekleidet rumlaufen, nur weil Juni ist?

Auch der Satz: Im Winter setzt man doch keine Sonnenbrille auf, passt in diese Kategorie.
Als ob es eine Sommerbrille wäre!

Manche der Menschen in der Fussgängerzone haben mich sogar komisch angeschaut, als übertriebe ich es etwas mit den Handschuhen. Dabei war mir einfach nur kalt.

Den Leuten auch, aber sie glaubten wohl es sei härter oder heroischer noch einen Monat zu warten, bis es dann politisch korrekt ist Handschuhe zu tragen.

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