Wieso niemand deinen Podcast hört

23. August 2006

1. Du bist keine junge Frau mit einer betörenden Stimme. Du magst naiv sein, aber damit fütterst Du nicht den Projektor im Kopfkino, sondern es wirkt schlicht strohdoof. Hast Du Dir eigentlich mal selber zugehört? Würdest Du mit dem Typen gerne mal irgendwo ein Bier trinken gehen? Du erweckst bei keinem Deiner Hörer den Wunsch, sich mit Dir mal in der Öffentlichkeit sehen zu lassen.

2. Du produzierst Dich nicht. Du kannst nicht glaubwürdig rüberbringen, daß Du Potential hast, welches nur noch nicht freigelegt wurde. Du sprichst keine Charaktäre, schlüpfst in deren Rolle oder spielst Dein komödiantisches Talent aus. Du bist nicht der ungeschliffene Diamant, du bist ein Kieselstein.

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So spät noch weg?

22. August 2006

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Dort war ich gestern abend, oder eigentlich nacht. Das geht, weil Louis Diner 23 Stunden am Tag geöffnet hat. Ein Novum in Gera.

Ich hab mit dem Besitzer und dem Geschäftsführer geplauscht und einen Auszug davon gibt es im nächsten Podcast.

Ausspannen

21. August 2006

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Die Radio-G Sommerresidenz.

Wird im Moment leider kaum genutzt, aber vielleicht vermiete ich ja auch was unter.

Showbiz

20. August 2006

Backhausfest hieß es. Groß angekündigt war es. Gefunden hab ich es nicht. Drei mal bin ich vorbeigefahren und habe dann doch zwei Rentner gefragt. „Ach wissen Sie, hier ist ja immer irgendwo ein Fest. Das kann man so genau nicht sagen. Aber probieren Sie es doch mal dahinten.“

Ich probierte es mal dahinten und tatsächlich, da war was. Im Hinterhof eines Hotels standen eine Honigbude, eine Wurstbude und eine Kuchenbude. Traurige Gesichter, Langeweile.

„Ist das hier das ganze Fest?“ fragte ich eine offiziell aussehende junge Dame. „Ja, hier und da oben.“
Da oben war auch nicht mehr los. Ein paar Zelte, Bierbänke, Biertische, Bier und eine Theke. Was man so braucht aufm Dorf.

Im größten Zelt sang ein Männerchor. Alle Sänger trugen die gleichen Hemden mit einem Emblem und einem Spruch. Irgendwas mit „gegründet 1886“.

Vor dem Zelt saß ein Mann mit Siebzigerjahrefrisur der in ein Schnurlosmikrofon hinein moderierte. Alles prima, alles gut war so der Tenor und jetzt kommen wir mal zu unseren Gästen. Applaus für Gunda Niemann-Stirnemann! Gunda war viel zu stark geschminkt und erzählte dem Moderator eine Geschichte, die ich bereits während des Zuhörens wieder vergaß. Aber sie war kurz.

Dann kam noch ein Leichtathlet, dessen Name mir entfallen ist, der sich aber wunderte – und das müsse man sich vorstellen – das Deutschland sogar einen Marathonläufer hervorbringen kann, der dann auch noch eine Medaille gewinnt. Er selbst sah eher aus wie ein Kugelstoßer würde ich sagen.

„Ja die Europameisterschaft war ja toll, aber doch nicht ganz so toll wie die Fussball-WM. Das war ja sagenhaft, dieser Trubel, diese Euphorie“, leitete der Moderator über, „und dazu kann uns doch bestimmt Adolf Prokop was erzählen.“ Adolf erzählte und erzählte, textete durch ohne Punkt und Komma über unfähige Schiedsrichter, Kopfbälle und gelbe Karten. Eine glatte Viertelstunde jöselte dieser Mann wie ein Sportreporter in der Halbzeitpause und der Moderator nickte und freute sich über das leicht verdiente Geld. Frau Niemann-Stirnemann musste lachen über soviel Beckenbauertum. Ich auch.

Irgendwann war er doch fertig und jetzt kam Peter Ducke, Ex-Fussballspieler, der ja jetzt auch ein Buch herausgebracht habe, da drüben liegt es auch schon, und da könne man sich dann nachher auch eines signieren lassen, aber vorher gehen wir noch schnell Torwandschießen.

Gesehen habe ich es nicht, das Torwandschießen. Nur gehört. „Ah jetzt kommt die Gunda, meine Damen und Herren. Barfuß UND interessanterweise mit LINKS, meine Damen und Herren.“ Drei unten, drei oben. Der Ball klatschte dumpf an die Wand. Sechs mal jeweils, untermalt mit den Lobvokabeln des Moderators. „Hervorragend!“ „Guter Schuss“ „Na ja daneben, aber das war knapp!“

Als der Unsinn vorbei war, schritt der ganze Prominententross zur Autogramm- und Fotostunde. Die Gunda lächelte in die Billigknipse, der Kugelstoßer legte kollegial seinen Popey-Arm um einen LPG-Genossen . Die Fussballer signierten.

Nur einer fehlte, schon von Anfang an. Der Andreas. Schmidt-Schaller nämlich. Wegen dem war ich gekommen. Um ihn zu interviewen, nicht wahr. Aber er war weg und blieb weg.

Warum? Ich weiß es nicht, aber ich kann es ihm nicht verübeln.

Der wahre Star des Tages jedoch war eine Katze. Eine sehr sehr liebenswürdige Katze mit Halsband. Eine Diva. Sie tauchte auf, stolzierte durch die Reihen der Anwesenden, stubbste die Menschen sanft gegen die Beine, setzte sich zu ihnen auf die Bänke und ließ sich streicheln und liebkosen.

Ohne ein Wort zu reden hat sie all den mikrofonverstärkten Sabbeltaschen mit ihrem kurzen aber herzlichen Auftritt die Show gestohlen.

Wenn nur das ganze Showbiz so gediegen wäre.

Sorry Tatra, aber es wurde Zeit!

19. August 2006

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Noch ein Grund
mir kein Auto zu kaufen.

Podcast Nummer 43

19. August 2006

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22 min, 10 MB

Download

Was macht eine Stadt eigentlich hip?

Music:

Emme Packer
- Hey City
Gary Moore - Gonna rain today

Plauen bei Tag beschaut

18. August 2006

Heute war ich in Plauen.
Es war schrecklich. Warum erzähle ich im nächsten Podcast.

Das Schönste seht ihr hier.

Pandora’s Box

17. August 2006

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Und hier seht ihr, warum ich mich nahezu nie mit politischen Themen befasse. Zumindest nicht im Blog oder im Podcast.

Man bekommt einfach zu viel Dresche dafür, egal wie gut man es meint. Und Holgi meinte es bestimmt gut.

Achtet auf die Kommentare.

Handycam

15. August 2006

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Manchmal lohnt es sich mit einer kleinen Kamera am Handgelenk rumzulaufen.

Eric kocht

15. August 2006

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Animiert von meinem Würstchengulaschpodcast (Unwort des Jahres 2006), hat Eric von Filmwelt Gera gleich noch einen draufgesetzt und einen Koch-Videopodcast gemacht.

Eric ist außerdem Leiter der Ortsgruppe anonymer Perfektionisten. Das wird in diesem Video deutlich. Da ist jede Zutat vorbereitet, jeder Griff sitzt und alles hat seine Ordnung. Na… fast!

Gut geschnitten das Ganze, leicht geschüttelt und Kurzfilmpreisverdächtig.

Viel Spass!

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