Das Ende der Lust
31. August 2006
Wenn man das Ende des Sommers nicht am Wetter festmachen könnte, würde ich die Stimmung der Menschen als Maßstab heranziehen. Mit der Sonnenverweildauer scheint auch die Lust zu schwinden.
Ich habe im Sommer nie länger als 3 Minuten auf mein Bier warten müssen. Heute habe ich vier dämmernd umherstehende Bedienungen nach 5(!) Minuten ohne Service mit Nachdruck auf meine bloße Anwesenheit aufmerksam machen müssen.
BALLETT!
Ich bin nicht wirklich großkotzig, aber beim Bier ist der Spaß vorbei. Schließlich komme ich extra deswegen und bezahle dafür.
Vielleicht sollte man künstliche Sonnen in Bars installieren. Oder einfach den Sommer verlängern.
Global Warming rulez!
Gera Postcard Nummer… weiß ich jetz nich
30. August 2006
Das hier fand ich ganz schön als Schwarz/Weiß Motiv.
Wie die Erdrotation zu Schlägerein führen kann
29. August 2006

photo: Sam Felder
Die unterschiedliche Dauer von Transatlantik-Flügen ist ein sehr interessantes Thema, finde ich, und es wird äußerst kontrovers diskutiert. Je nach Reiseerfahrung und Allgemeinbildung der Passagiere werden die wildesten Hypothesen in Umlauf gebracht.
Arabella-Kiesbauer-verseuchte Hausfrauen in Begleitung von Artgenossinnen zum Beispiel, erklären sich das Phänomen gern durch die Zeitverschiebung, ohne genau ausführen zu können, wie das denn bitteschön gehen soll. Tragischerweise hören die anwesenden Kinder interessiert zu und plappern später in der Schule alles nach. Nicht zu beneidende Physiklehrer haben dann alle Hände voll zu tun, die Bagage wieder auf Kurs zu bringen. Schließlich hat die Mama das so erzählt und dann muss es wohl stimmen.
Die etwas anspruchsvolleren Gelegenheitstouristen vom Typus Ballermannversager ziehen schon mal die Erdrotation als Begründung heran, weil diese ja bekanntermaßen nur in einer Richtung stattfindet: Beim Hinflug in Flugrichtung und beim Rückflug entgegengesetzt. Sie tragen diesen gequirlten Unsinn mit einer rhetorischen Sicherheit vor, die selbst zufällig anwesendes Flugpersonal in kurzfristige Selbstzweifel verfallen lässt.
Wenn ich diesen verhinderten Nobelpreisträgern in knappen Worten den tatsächlichen Grund für dieses Naturschauspiel vor Augen führe, nämlich Wind und Gegenwind, rümpfen sie angewidert ungläubig die Nasen, können sich das jetzt GAR nicht vorstellen und wo ich DAS denn wohl her hätte.
Gern würde ich ihnen entgegnen, dass sie statt Titten-Filmen auf SAT1 lieber mal Knoff-Hoff hätten schauen sollen und ab und zu ein Buch lesen, wär’ ja auch nicht schlecht. Aber die körperliche Überlegenheit meiner Diskussionspartner und die Aussicht auf eine eingeditschte Nase hält mich von dieser Torheit ab. Die Wahrheit macht die Menschen eben wütend.
(Auszug aus dem Roman “Zwischending”)
Olle Mahoni saick dia
28. August 2006
Oft haben wir über ihn geredet, nie hab ich ihn vorgestellt.
Hier kommt er.
Meine Damen und Herren: TONIIIIIIIIIIIIIII MAHONIIIIIIIIII !!!!!!!
(Applaus dazudenken).
So un jetz hinsetzen, Klappe halten un ankieken det jantze.
Und wenna meea wollt müssta uff diesn link druff klicken.
Allet klaa? Na denn.
Das Wahrzeichen
27. August 2006
Auf Anfrage mehrerer Hörer von Radio-G und Leser dieses Blogs nach einer objektiven Meinung zum Abriss der 3 Essen, werde ich mich nun zu diesem Thema äußern und es zur Diskussion stellen. Mann, klingt das wichtig!
Allerdings eine Warnung vorweg: Mein Standpunkt ist alles andere als objektiv. Er ist sogar extrem subjektiv und gleich werdet ihr erfahren warum.
Für alle Nichtgeraer: Die „drei Essen“ sind 3 Schornsteine im Norden Geras, direkt an der Autobahn A4. Sie gehören zu einem ehemaligen Kohle-Heizkraftwerk, welches mittlerweile durch ein Ölbefeuertes Heizwerk ersetzt wurde. Jetzt stellt sich die Frage, ob die alten Schornsteine abgerissen werden sollen oder nicht.
Warum ist das so umstritten? Viele Geraer sehen die 3 hohen und von weitem sichtbaren Schornsteine als ein Wahrzeichen der Stadt, das sie ungern verlieren möchten. Die Gegenpartei argumentiert damit, dass die Schornsteine nur dastehen, nicht genutzt werden und Geld kosten.
Hier mein Versuch zu einer objektiven Meinung: Beide Parteien haben recht. Das mit dem Wahrzeichen stimmt und das mit der Nichtnutzung auch.
Und jetzt meine subjektive Meinung:
Ich kann das Argument des Wahrzeichens nachvollziehen, aber es entspricht nicht mehr unserer Zeit. Schornsteine stehen für eine Industriestadt. Gera ist de facto keine Industriestadt mehr und ich bin ehrlicherweise dagegen sie wieder zu einer solchen zu machen.
Was viele (die meisten) Menschen nicht begreifen, ist das dass Industriezeitalter an sich zu Ende geht. Jetzt noch auf eine Industrialisierung im großen Stil zu setzen ist so als ob man noch mit dem Rechenschieber rechnen wollte, weil er so schön aussieht und einen an die alte Zeit erinnert.
Ich habe nichts gegen Nostalgie, aber sie sollte nicht zur Treibkraft einer ganzen Stadt werden. Die drei Essen halten Gera symbolisch in der alten Zeit fest und das bremst die kreative Kraft, die für einen Neuaufbau und das Leben in der neuen Zeit gebraucht wird.
Aus diesem Grund plädiere ich für den Abriss.
Aber! Die Schornsteine als Baustrukturen könnten sich hervorragend eignen zur Umwandlung in etwas anderes. Klettertürme fallen mir zuerst ein. Bungee-Jumping als nächstes. Es gibt viele Ideen die in unsere Zeit passen und wenn man die umsetzen würde, wäre ich dafür die Essen stehen zu lassen, denn dann stehen sie nicht mehr für die Vergangenheit, sondern zumindest für die Gegenwart oder vielleicht sogar für die Zukunft.
Die Grundlage meiner Argumentation ist also eigentlich eine spirituell/philosophische. Ich kann in der Gegenwart nicht kreativ funktionieren, wenn ich ständig an die Vergangenheit denke und mich gedanklich dorthin zurück versetze.
Der einzige Zeitpunkt für unser Eingreifen in das Geschehen ist hier und jetzt. Die Auswirkungen sehen wir in der Zukunft. Dort geht die Reise hin und ich freu mich drauf.
Das wollte ich schon immer wissen
26. August 2006
Podcast Nummer 45
25. August 2006

5 min, 2 MB
Expertengespräch
Heute mit Dr. Manfred Engfeld
Themen:
Die alten und die neuen Medien
Werbung in Podcasts
Kommentare
Spruch des Tages
24. August 2006
Alles was dich länger als 10 Sekunden frustriert, ist dein Problem.
Reingeschaut bei…
23. August 2006
… Dr. Norbert Vornehm, seit 1. Juli 2006 neuer Oberbürgermeister in Gera.
Dieses Interview ist Teil einer neuen Video- und Fernsehsendereihe von Radio-G und Blumenstrasse, die Geraer Menschen portraitieren wird.
Podcast Nummer 44
23. August 2006

40 min, 19 MB
M&M im Best Bagels
Louis Diner
Ben & Jerry’s
Gutes Eis, schlechtes Eis
Künstliches Aroma
Allergisch
Die Herrn Doktoren philosophieren
Risiken und Nebenwirkungen
B-Klasse Prominenz
Interviewkoller
The making of
Muss Harry Potter sterben?
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Spam tritt in eine neue Phase
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