Zu Besuch bei Volkmar Kühn

15. Juli 2006

atelier

Wer durch Geras Straßen geht, kennt Volkmar Kühn, bzw. seine Skulpturen. Nackte Menschen zumeist. Traurig, etwas unförmig und oft in Gruppen. Manchmal auch Pferde und seit neuestem Löwen.

Die Skulpturen kannte ich. Herrn Kühn noch nicht. Bis heute, als ich völlig ungeplant nach Kloster Mildenfurth radelte. Zum Teil weil in Gera die Hölle los war und zum Teil weil ich meine neue Kamera ausprobieren wollte. Außerdem war das Wetter super und 20km mit dem Rad sind gut für die Figur.

Das Kloster selbst ist eine Baustelle und daher abgeschlossen. Eltern haften für ihre Kinder. Neben dem Kloster liegt ein extrem idyllischer Garten mit einem alten Haus. Dort wohnt Herr Kühn mit seiner Frau und Franz, dem Riesenhund.

Zuerst habe ich nur in der Hofeinfahrt fotografiert, die selbst eigentlich auch ein Garten ist. Eine kleine Bank, mehrere kleine Kunstwerke und ein paar schön gewachsene Sträucher mit großen Blüten dran und Hummeln, die ich im Flug ablichten wollte. Hummeln sind schneller unterwegs als man denkt.

Dann sah ich eine kleine Holztür und ein Schild mit der Aufschrift: „Atelier geöffnet“. Im Hof hinter der Holztür stand ein Mann. Ich fragte ob ich mal ins Atelier schauen dürfte und siehe da, mir wart aufgetan. Überall standen Skulpturen und der Name Volkmar Kühn schien auch omnipresent zu sein. Also fragte ich Herrn Kühn ob er Herr Kühn sei und er war es dann auch. Guten Tag.
Ich frag mich wie es wäre, wenn ich statt Kühn Picasso getroffen hätte. Wahrscheinlich genauso. Man trifft sich halt und sagt Guten Tag. Irgendwann in 40 Jahren werde ich sagen, dass ich mal Kühn getroffen habe und keiner wird mir glauben.

Im Garten saß seine Frau und arbeitete an lauter Köpfen, die dann später auf Skulpturen sein werden. Und da war auch eine Skulptur von einem liegenden Hund. Die gleiche wie die in Gera, bei der Straßenbahnhaltestelle an der Sorge.

Herr Kühn nahm mich sogar mit in ein unterirdisches Gewölbe mit noch mehr Skulpturen. Warum die Menschen bei ihm alle nackt sind, wollte ich wissen und da sagte Herr Kühn, Menschen seien von Natur aus nackt. Und warum schauen sie alle so traurig? Weil ich ein trauriger Mensch bin.

Es waren keine langen Sätze, aber Herr Kühn kommt halt auch schnell auf den Punkt. Ist auch selten.

Ob ich ihn fotografieren könne für meinen Blog?
Für was?
Meine Internetseite.
Hm?

Herr Kühn kann sehr freundlich nein sagen. Das muss man ihm lassen.
Ich fotografierte noch ein bisschen und verabschiedete mich dann. Als ich im Hof meine Kamera wegpackte kam Franz um die Ecke.

Für all jene, die Franz schon als Skulptur gesehen haben: Es ist eine Verkleinerung. Franz ist so groß wie Herr Kühn und damit nur höchstens einen Kopf kleiner als ich. Wenn man Franz fotografiert braucht man keinen Zoom. Sagen wir es so.

Ich sagte freundlich hallo, dachte aber innerlich: SHIT! Ich werde im Vorgarten eines Klosters grausam zu Tode kommen. Diese Mega-Dogge wird mich so klein schnipseln, dass mich der beste Gerichtsmediziner nicht mehr identifizieren kann.

Herr Kühn muss das auch geahnt haben und nahm Franz mit nach drinnen. Dabei hätte er so gern gespielt.

Zum Abschied habe ich Herrn Kühn noch gefragt, ob er eine Internetseite habe, auf die ich verlinken könne. Ach da gibt es bestimmt was, meinte er. Aber ich kenne mich damit nicht aus und außerdem wenn ich überall Werbung mache kommen gleich so viele Leute und wollen was. Das muss nich sein.

Herr Kühn ging zurück in seinen idyllischen Garten. Ich stieg auf mein Fahrrad, rollte hinunter ins Dorf und dachte nach. Über den Unterschied zwischen Einsamkeit und Abgeschiedenheit, Künstler im allgemeinen und darüber das ich Franz als Skulptur viel cooler finde.

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Kanzlerin Podcast, so geht das…

14. Juli 2006

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Vor einiger Zeit hatte ich den ersten offiziellen Podcast der Kanzlerin vorgestellt. Die Produktion war teuer und am Ende sah es dann doch mehr nach einer Neujahrsansprache aus.

Jetzt hat eine deutsche Videopodcasterin (nicht professionell und doch wieder sehr professionell) ebenfalls Einlass gefunden ins Bundeskanzleramt und dort ein eigenes Video gedreht. Wahrscheinlich für 10 Euro Produktionskosten.

Was soll ich sagen? Ich bin total überwältigt.

Strampeln und strampeln lassen

14. Juli 2006

Rikscha

Seit dieser Woche hat Gera zwei Rikscha-Taxis.

Zwei Passagiere passen in eine Rikscha. Der Kilometer kostet €1,40 und nächstes Jahr zur BUGA werden sie durchs ganze Gessental fahren.

Hier etwas für die Damen

13. Juli 2006

Blume

Es war einmal in Amerika…

12. Juli 2006

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photo: daoist56


Eine Frage der Einstellung

In Amerika auf Jobsuche zu gehen ist fast so wie in Deutschland auf Jobsuche zu gehen. Man sendet seinen Lebenslauf ein und beginnt mit dem Beten. Wenn man Glück hat, kommt irgendwann ein Vorstellungsgespräch und wenn man noch mehr Glück hat, darf man kurz darauf in einen Plastikbecher pinkeln (Drogentest). Wenn man den besteht, hat man den Job.

Abgesehen von der Einstellungswahrscheinlichkeit, die in Amerika derzeit wohl etwas höher liegt als in Deutschland, gibt es hier einige gravierende Unterschiede.

Zum einen muss man seinen Bewerbungsunterlagen kein Passbild anfügen. Aus gesetzlichen Gruenden, darf ein Arbeitgeber weder nach Geschlecht, Rasse, noch nach dem Aussehen eines Bewerbers urteilen.

Und(!), festhalten: Das Alter spielt in Amerika absolut keine Rolle.

Richtig gehoert. Das Lebensalter ist nebensächlich. Entscheidend ist allein die Fähigkeit, den Job zu machen.

Die in Deutschland übliche Argumentation, man sei zu alt fuer einen Job, kommt hier niemandem in den Sinn. Und so sollte das sein, finde ich.

Mir fällt, auch nach nunmehr jahrelangem Nachdenken, absolut kein Grund ein, warum ich als Arbeitgeber davor zurück schrecken sollte, einen älteren Menschen einzustellen. Möglich, dass diese Person größere Schwierigkeiten hat mit Veränderungen oder modernen Arbeitsmitteln- und Methoden. Aber die Erfahrung, die jeder Mensch fortgeschrittenen Alters in eine Firma einbringt, wiegt diese Schwäche wieder auf.

Ich frage mich, wer in Deutschland die Sage vom bösen alten Arbeitnehmer in die Welt gesetzt hat und wann genau das war.

Bilderrätsel

12. Juli 2006

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An welchem Geraer Ort steht diese Skulptur?

…und Micha: Du beißt die Lippen zusammen!

Podcast Nummer 33

11. Juli 2006

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22 min, 10 MB

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Am Bergsee
Kapitalismus
I-pod: Blitzableiter oder Lebensretter?
Die einfach beste Sportshow

Music:

Brookeandjer
- Better Days
Rebecca Haviland - I found you

In den Bergen

9. Juli 2006

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Das Wochenende im Thüringer Wald war schön. Ich habe auch eine kleine Aufnahme gemacht für den Podcast. Die kommt dann in der nächsten Sendung.

Auf der Radio-G Flickr Seite kommen bald noch mehr Bilder.

Podcast Nummer 32

7. Juli 2006

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35 min, 16 MB

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Hoasssss!
Rene in Boston über Klimaanlagen, British Airways, die WM, Diesel u.v.a.
I’m going home

Sophia Ramos - Esperanza
Lee Maddeford - I’m going home

Impulskauf

6. Juli 2006

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Also abends um 9 einkaufen ist ansich schon toll, aber dann noch aus einer Laune heraus ein neues Notebook anschaffen ist wie… na wie Sex würde ich sagen. Nur nachhaltiger. Weil das Notebook ja nachher immer noch dasteht, bereit für die nächste Runde.

Jetzt muss ich es nur noch auspacken. Und sein wir ehrlich, das Auspacken ist doch fast das Schönste!

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