Die Blogosphäre wächst
15. Februar 2006

Hah!
Gesucht und gefunden. Mein Blog ist nicht der einzige, der sich mit Geraer Themen befasst.
Berg- und Talbahn
14. Februar 2006
Heute früh ging es nach Greiz. 8.10 Uhr ab Südbahnhof mit der Vogtlandbahn.
Im Bahnhofsgebäude scheint es keine bemannten Fahrkartenschalter mehr zu geben. Zwei alte Männer standen kopfkratzend vor dem einzigen Fahrscheinautomat und sagten etwas Unflätiges auf Nuschelgersch. Ich glaube es ging um Sauen und Sorten.
Die Vogtlandbahn ist sehr zu empfehlen. Die Züge sind modern, sauber und bequem. Der Fahrpreis, den mir der Automat im Zug anzeigte, war ertragbar. Normalerweise hätte ich ein Hopperticket gekauft für 4,50 aber es war halt noch vor neun Uhr und hoppen darf man erst ab neun. Das Elstertalbahnticket kostet 6 Euro. Geht trotzdem gerade noch, zumal ich die Ticketkosten zurückbekomme.
Fahrzeit: 34 Minuten. Die Aussicht: absolut sehenswert. Das Elstertal ist, gerade bei schönem Winterwetter, eine Augenweide. Bis Wünschendorf war ich der einzige Fahrgast. Dann kamen Zündplättchenknallende Schulkinder und eine Lehrerin die das gar nicht gut fand. Das Elstertal hingegen wurde immer schöner. Schwache Erinnerungen an einen Männertag vor 15 Jahren. Sonnenbrand, zu viel Bier, Elsterbrücke, Füße ins Wasser, abknacken.
Vielleicht mach ich das mal wieder, dieses Jahr. Wenn gar nichts mehr geht, kommt bestimmt die Vogtlandbahn und holt mich ab. Bedarfshalt sozusagen.
In and Out
12. Februar 2006
Teil 1
Warum sind manche Gaststätten immer gut besucht, manche Kneipen jederzeit voll und bestimmte Bars bis fünf Uhr früh geöffnet, während andere weniger beliebt sind, wieder andere vor sich hin dümpeln und „nach langer Krankheit“ irgendwann sterben?
Erklärungsversuche gibt es genug. Die Lage, das Inventar, die Bedienung, das Essen, die Preise, die Musik, das sich jeglicher Definition widersetzende „Ambiente“, die tollen Sofas, die Gäste usw. Man könnte es ewig so fortsetzen.
Fragt man einen ehrlichen Wirt nach seiner Meinung, so wird er mit den Schultern zucken, denn selbst er weiß es nicht. „Da steckst du nich drin.“ Diesen Satz höre ich immer wieder.
Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, weiß ich es auch manchmal nicht. Es gibt zum Beispiel eine relativ neue Bar im Zentrum, die ich genau beobachte und von der ich schon beim ersten Besuch wusste, dass sie nicht lange existieren wird. Keine Ahnung wieso. Es ist einfach nur so ein Gefühl.
Die Einrichtung ist nicht abstoßend schlecht, die Farben annehmbar, die Möbel bequem, Preise gehen so, die Bedienung na ja, Lage top. Insgesamt mindestens sechs von zehn Punkten. Geht eigentlich. Trotzdem wird es nichts werden und die Besucherzahlen zeigen es auch. Ich zähle zwar nicht nach, aber jedes Mal wenn ich an der Kneipe vorbei gehe ist niemand da und der Kellner liest Zeitung. Warum?
Bei erfolgreichen Etablisments ist das genauso. Man kann einfach nicht sagen warum sie so „cool“ sind. Aber sie sind es offensichtlich, weil eben alle dort wie verabredet hin rennen. Noch erstaunlicher finde ich den Erfolgszyklus, dem viele Lokale unterworfen sind. Anfangs ganz toll, dann langsam abebbend, einsetzender Publikumswechsel, plötzlich und aus heiterem Himmel absolute In-Kneipe einer Szene, die nie angesprochen werden sollte und dann wieder allmähliche Talfahrt, Abwanderung, Winterschlaf, Auftakt zu einem neuen Kreislauf.
Trotz allem Unerklärbaren gibt es Anhaltspunkte die sich wohl definieren lassen. Am ehesten fällt mir da die gleich bleibende Qualität ein. Wenn ich einen Tee bestelle und alles wird sauber serviert, auf der Untertasse liegen zwei kleine Kekse und der Löffel ist sauber, dann ist das gut. Wenn es auch beim zwanzigsten Mal noch so klappt ist das ein Zeichen für hohen Anspruch beim Personal. Fehlen plötzlich die Kekse, der Tee ist übergeschwappt, die Serviette saugt gerade den Tee auf, den ich eigentlich trinken wollte und der Löffel besitzt eine ansehnliche Kruste, dann steht der Lokalwechsel unmittelbar bevor.
Ende Teil 1
Gera Postcard, Nummer 14
12. Februar 2006
Podcast, Nummer 3
9. Februar 2006

3. Podcast von Radio-G
28 Minuten lang. Dateigröße 13MB.
Moderator: Michael
Shownotes:
- Hörerinnen?
- “informationsschwanger” und “atemlos”
- Das Moderatoren-Ego im Hagel der Kritik
- Interview zum Thema Bloggen mit Rene aus Jena, yetanotherblog.de
- Themenauswahl in Blog und Podcast
- Ausgewählte Gera-News
Musik:
Banooba - Sinora (New York)
Brianna - Forever Tonight (USA)
Gera Postcard, Nummer 13
4. Februar 2006

Gefunden in der Nähe des Bahnhofs
Schnappschusstexte
4. Februar 2006
Zwei Teenager treffen sich im Einkaufszentrum. Sie umarmt ihn lächelnd, drückt ihre Wange an seine, etwas ungeübt.
Kurz darauf stoßen sie ihre Unterarme aneinander und machen unverständliche Handzeichen. Beide ahmen gleichzeitig mit ihren Handflächen einen davon fliegenden Vogel nach.
Dann wissen Sie nichts mehr zu sagen und verabschieden sich. Diesmal ohne Kuss und ohne Umarmung.
(weiß irgendjemand, was das war?)
Vitaminente
2. Februar 2006
Man hat es mir immer wieder gesagt, schon als ich klein war. Man hat es mir eingebläut: Du brauchst viel Vitamin C. Das ist gut für die „Abwehr“, vor Erkältungen, bei Erkältungen, hinterher und eigentlich immer und überall. Ach übrigens Micha: Wie wär`s mit einer Zitrone. Die ist gut für…
Seit Jahrzehnten geht das jetzt schon so. Gestern noch lutschte ich ein Wick Zitrone nach dem anderen, obwohl offenkundig alles zu spät war. Aber Mutti hat das so gesagt und Oma auch. Dann muss es einfach stimmen.
Und dann kommt n-tv daher und berichtet mal so ganz nebenbei von einer Studie der Zeitschrift Ökotest, die schlussfolgert, dass Vitamin C keine (in Worten: „Null“) Wirkung zeigt. Zwar sei es auch nicht schädlich für den Körper, aber sonst…pffffft…
Auch Wikipedia kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: „Vitamin C wird auch bei Erkältungen eingesetzt. Eine Metaanalyse von 55 Studien zeigt jedoch, dass entgegen dem weit verbreiteten Glauben, Vitamin C Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann.“
In aller Fairness muss man sagen, dass Vitamin C in anderen Anwendungsbereichen schon wichtig ist. Zum Beispiel bei der Verhinderung von Skorbut. Daher auch der wissenschaftliche Name Ascorbinsäure, also gegen Skorbut.
Da ich jetzt zumindest vor Skorbut für die nächsten hundert Jahre absolut sicher bin, werde ich gleich mal die Wirkung von Zink nachschlagen. Das schlucke ich nämlich auch seit gestern.
Podcast, Nummer 2
1. Februar 2006
2. Podcast von Radio-G
Circa 13 Minuten lang. Dateigröße etwa 6MB.
Moderator: Michael
Shownotes:
- Micha im Größenwahn: Eurovision
- Interview
- Geheimtipp: ZEWA Aktien
- Sprengung der Schornsteine im Kraftwerk Süd
- Andere Podcasts bei podster
- Themenvorschläge, Ideen und anderes bitte an diese e-mail
- Grüße
Musik:
3Daddys - Firewood (Bonn)
Axeman - Herr Rossi (Thüringen)
Dexstar - You are my star (Berlin)








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